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Vorherige Beiträge 785

  • Wenn man Curio zuhört, könnte man den Eindruck gewinnen, daß er starken Haß auf den Islam empfindet. Das wäre leider ein konkreter Hinweis auf eine starke Verblendung, unter der beispielsweise auch der Pianist und Lektor Siegfried Gerlich leidet. Dem bleibt nur entgegenzuhalten:


    Dr. Thor von Waldstein schrieb:

    Was ich bei Gerlich vermisse, ist die Benennung des Hauptfeindes, also desjenigen, der dafür die Verantwortung trägt, „daß die Islamisierung in einer kulturell erschütterten und nihilistisch erschöpften Gesellschaft neue einfache Gewissheiten verbreiten könnte“ (Rolf Peter Sieferle, Das Migrationsproblem, Waltrop/Berlin 2017, S.134).

    Und diesen fruchtbaren Boden für die Islamisierung haben nicht die Moslems geschaffen, sondern das von den US-Amerikanern vor knapp 73 Jahren installierte und über mehr als zwei Generationen in (West-) Deutschland in seiner Perfidie kontinuierlich ausziselierte Politsystem des Liberalismus.

    Nicht die nomadische Lebensweise des „Kameltreibers Mohammed“ (G 3.2) oder die „kulturelle Misere des Islam“ (G 1.1), sondern das anything goes des Westens hat bewirkt,

    - daß die Deutschen keine Kinder mehr in die Welt setzen,

    - daß die Deutschen ihre Großväter als Verbrecher anzusehen sich anmaßen,

    - daß der Stolz auf das Eigene und die Achtung vor dem Erbe der Vorfahren zerstört sind,

    - daß die Deutschen sich immer noch von einer verfassungsbrecherischen classe politique regieren lassen, die sie unter Begleitung medialer Rattenfängermelodien dem großen Austausch entgegenführt,

    - daß die Deutschen sich von ihrem höchsten Gericht oktroyieren lassen, ein Volk habe es nie gegeben, wer für dessen Erhalt eintrete, sei „Nazi“,

    - daß die Deutschen militärisch wehrlos sind,

    - daß die Deutschen seit 2015 in einem Land ohne Kontrolle der Grenzen leben,

    - daß nahezu alle öffentlichen Einrichtungen, von den Schulen bis zu den Universitäten, von den Kirchen bis zu den Gerichten, in einer unbeschreiblichen Art und Weise heruntergekommen und unfähig sind, ihren Aufgaben gerecht zu werden.

    Und die Muslims sind auch nicht dafür verantwortlich,

    - daß die Deutschen das verloren haben, was der von Gerlich ebenfalls in Bezug genommene Geschichtsphilosoph Ibn Chaldun als Asabiya bezeichnet hat: das Vermögen, welches Gemeinschaften zusammenhält und sowohl ihre Achse und ihren Lebensnerv als auch die Summe ihrer Lebensenergie darstellt und

    - daß die Deutschen gar nicht mehr zu ahnen scheinen, was man mit kämpferischer Kraft, Opfersinn, Zornmut und Erbitterung des Herzens alles erreichen könnte, wenn man denn nur wollte.

    Wir haben also vor allem ein hausgemachtes Immunschwächeproblem, durch das die Gefahr der Beseitigung des Eigenen durch Fremde heraufbeschworen worden ist. Oder wie Martin Lichtmesz in Fortführung von Arthur Moeller van den Bruck formuliert hat: „Die Völker gehen nicht am Islam, sondern am Liberalismus zugrunde.“

    Tatsächlich besetzen die Migranten nur die Räume, die wir ohne Not freiwillig geräumt haben und weiter räumen. Eine besondere Aggressivität der Landnehmer, etwa in Gestalt einer „Radikalisierung des Islam“ (G 2.3), ist gar nicht von Nöten; die schuldstolze Ursprungsbevölkerung gefällt sich in der Rolle des Hans im Reeducationglück, der am Ende ausschließlich durch eigenes Tun oder Unterlassen alles verliert.
  • Dr. Curio von der AfD widmete gestern im Bundestag seine komplette Redezeit wieder dem Islam. Damit brachte er die versammelte Multikultimannschaft von CDU, SPD, FDP, GRÜNEN und Linken zum ausrasten. Wütendes und gehässiges Gepöbel in seine Richtung war der allgemeine Tenor.

    Bei Curio handelt es sich fraglos um einen der brilliantesten Köpfe der AfD. Was mich bei ihm stört, ist der bedingungslose Einsatz für Demokratie, Grundgesetz und die ominöse Menschenrechtscharta. Das Problem an der ganzen Sache ist nämlich, daß es sich bei diesen Werkzeugen um die Wurzel unserer Probleme handelt, sie sind und waren dafür verantwortlich, das deutsche Volk für die Umvolkung gefügig zu machen, und darüberhinaus zum Volkstod zu animieren. Wer also gegen den völkischen und kulturellen Suizid ist, und dann das Grundgesetz und die freiheitlich-demokratische Grundordnung als Waffe einsetzt, sollte längst erkannt haben, daß diese Waffe nicht geladen ist.

    Ich verstehe, daß sich ein Mann wie Dr. Curio nicht gegen die FDGO und das Grundgesetz stellen kann, seine politische Kaltstellung wäre die sofortige Folge. Die Frage aber bleibt, ob uns wirklich damit gedient ist, wenn er einen Großteil seiner Energie und seines rhetorischen Geschicks in den Kampf gegen die Mohammedaner steckt.


  • „Mehr Respekt vor demokratischen Institutionen wäre angebracht, liebe AfD!“

    Das empfiehlt Andreas Staier, der aus meiner Region stammt. Man sollte die Aufforderung annehmen, ich plädiere allerdings dafür, vor demokratischen Institutionen nicht mehr Respekt zu zeigen als vor einem Lokus.
  • Muhackl schrieb:

    Ich habe nichts gegen eine EU an sich, aber ich habe etwas gegen eine zentralistische EUdSSR - und genau dorthin entwickelt sich dieser einst sinnvolle Staatenbund bedauerlicherweise.
    Warum nur hab ich den Verdacht, daß wir reingelegt werden sollen....

    selbst wenn wir die einzige Alternative wählen, die es gibt.

    Ob wählen die Lösung ist? Allerdings hab ich auch kein (anderes) Patentrezept.

    Ich kenne einige, die in der AfD sind - derzeit sind da sehr unterschiedliche Leute....noch....

    wr.de/politik/russischer-staat…-die-afd-id212007231.html

    In einem der größten russischen Staatssender wird Wahlwerbung der AfDgezeigt. Der Sender Rossija 1 richtet sich dabei konkret an die in Deutschland lebenden Russen, die das Programm über Satellit empfangen können. „Lasst uns für die AfD stimmen“, wird in der Werbung aufgerufen.
    „Für eure und unsere Zukunft!“, heißt es in kyrillischer Schrift auf einem Foto, das vom russischen Journalisten Alexey Kovalev auf Twitter gepostet wurde. Daneben ist deutlich das AfD-Logo zu erkennen. Die Werbung läuft nicht im gewöhnlichen Werbeblock, sondern wird unter dem normalen Fernsehprogramm als Banner eingeblendet.
  • Swan schrieb:

    Ich sicher nicht, ich werde gar nicht wählen - wie schon zig Jahre zuvor.
    .... und ich werde Sonntag wählen gehen, weil ich zu den - lt. Wahrheitsverdreher Posener - " Dummen und Perfiden" gehöre und mein Kreuz dort machen werde, wo es ihm gar nicht gefällt.

    Swan schrieb:

    „Wer sich mit offenen Augen entschließt, eine Partei zu wählen, die den Liberalismus und die Globalisierung mitsamt der Europäischen Union und der Nato ablehnt
    Was meint Alan Posener mit "Liberalismus und Globalisierung"? Freien Handel und weltweite Kommunikation der verschiedenen Nationen/Völker an ihren jeweiligen Orten? Ich habe im Parteiprogramm nicht gelesen, dass die AfD das ablehnt. Oder meint er damit die grenzenlose Durchmischung aller Nationen/Völker? Diese ist aus gutem Grund abzulehnen!

    Was meint Alan Posener mit "der Europäischen Union"? Ich habe nichts gegen eine EU an sich, aber ich habe etwas gegen eine zentralistische EUdSSR - und genau dorthin entwickelt sich dieser einst sinnvolle Staatenbund bedauerlicherweise.

    Was meint Alan Posener mit "der Nato"? Die Abschaffung der NATO zur Verteidigung des Territoriums ihrer Mitgliedstaaten hat die AfD nie gefordert. Aber warum darf man dieses Bündnis nicht kritisch betrachten? Wenn man sieht, wie aggressiv das NATO-Mitglied Türkei gegen die Nachbarländer Syrien und Irak agiert, kann man sämtliches Vertrauen in dieses "Verteidigungsbündnis" verlieren.

    Noch einmal: Ich werde Sonntag wählen gehen. Und selbst wenn meine Stimme nichts anderes bewirken sollte, als das arrogante Posener-Arschloch zu ärgern, ist es den Urnengang wert.
  • Muhackl schrieb:

    Du zitierst hier nicht Robert v. Loewenstern, dessen Kolumne ich empfohlen habe, sondern den Schreiberling Alan Posener,
    Ja, das habe ich bewußt so gemacht, weil er darin einen Fakt kritisiert, der kritisierenswert ist bei der AfD
    in meinen Augen der nahezu einzige (?) - die Andienung (nicht an Rußland) sondern an eine Mafia die ihresgleichen sucht (davon bist Du nicht überzeugt, ich weiß..)
    und insofern die Hilflosigkeit der Deutschen ausnutzt, die darauf hereinfallen und sich eine starke Figur
    herbeiwünschen, die sie selbst offenbar nicht in der Lage sind zu kreieren.

    Muhackl schrieb:

    Ich werde jedenfalls kommenden Sonntag AfD wählen
    Ich sicher nicht, ich werde gar nicht wählen - wie schon zig Jahre zuvor.
    Wenn die AfD nicht so russlandlastig wäre, würde ich mir das überlegen.
  • Allen die nun vortragen wollen, das Nichtwählen sei schließlich auch keine Lösung, muß ich gleich den Wind aus den Segeln nehmen. Für jede Wählerstimme bekommen die demokratischen Parteien Geld, und davon können sie gar nicht genug bekommen. Hier gäbe es also eine Möglichkeit, den Demokraten zumindest einen kleinen Stich zu verpassen, und wenn daraus ganz, ganz viele kleine Stiche werden, könnte es sein, daß die ein oder andere Partei verblutet, und der demokratische Organismus insgesamt stark leidet.
  • Muhackl schrieb:

    Mein Demokratieverständnis: Wenn ich mit den herrschenden Zuständen nicht einverstanden bin, dann wähle ich die Partei, welche diese Zustände beenden will. BASTA!

    Dein Demokratieverständnis deckt sich mit der Denkweise von Spielsüchtigen, die immer wieder beim Hütchenspieler ihr Glück versuchen: "So, jetzt wähle ich aber die andere Nußschale, und diesesmal gewinne ich! Har Har!"


    Der Unterschied zwischen Glücksspiel und Demokratie liegt letztlich daran, daß die Siegchancen bei der Demokratie Null betragen. Du kannst nicht gewinnen. Mit anderen Worten: Es wird nie eine Partei geben, die die von dir beklagten Zustände beenden, oder auch nur ändern, wird. Eher friert die Hölle zu.

    "Die, die gewählt werden haben nichts zu entscheiden, und die, die entscheiden werden nicht gewählt." - Horst Seehofer

    "Man kann sich nicht darauf verlassen, daß das was vor den Wahlen gesagt wird nach den Wahlen auch wirklich gilt." - Angela Merkel