Angepinnt Das aktuelle Kalenderblatt

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      Elisabethenfluten

      Erste Elisabethenflut am 19. November 1404.
      Zweite Elisabethenflut am 19. November 1421.

      Am 19. November 1404 wurden vor allem große Teile der Region Flandern, aber auch Teile von Zeeland und der Region Holland überschwemmt. Der entstandene Schaden war entsetzlich. Das Gebiet des heutigen Zeeuwsch-Vlanderen (unten in der Karte) war 1375 schon überflutet worden. Darum herum waren mit Hilfe von Deichen gerade erst viele Poldergebiete entstanden und neue Pfarreien erbaut worden, die allesamt 1404 wieder verloren gingen. Doch nicht genug: eine komplette Landzunge mit den Städten Ijzendijke und Hugevliet, die 1375 verschont geblieben war, wurde von den Fluten verschluckt. In Flandern wurden ca. 3.000 Hektar Land weggespült. Ijzendijke wurde später an anderer Stelle neu gegründet.

      Am 19. November 1421 brachte die Zweite Elisabethenflut Tod und Verderben nach Zeeland und Holland (oben in der Karte). Es handelte sich wahrscheinlich um einen besonders starken Nordweststurm, der eine sehr hohe Sturmflut nach sich zog. Das nasse Wetter hatte dafür gesorgt, dass die Pegelstände der Flüsse bereits sehr hoch waren. Dazu kam, dass im Jahrzehnt vor der Flut schon einige Male Lücken in der Wasserabwehr der Küstenlinie Grote Waard, der Südkante des heutigen Süd-Hollands aufgetreten waren. Daher konnte die Flut einen großen Meeresarm zwischen Süd-Holland und Zeeland schlagen wodurch das ganze Gebiet Grote Waard für lange Zeit verloren ging und nie wieder in seiner ursprünglichen Form zu sehen sein sollte. 72 Dörfer wurden überflutet und 2.000 bis 10.000 Menschen starben. Die Flut trennte auch die Städte Geertruidenberg und Dordrecht, die kurz vorher noch im Krieg miteinander lagen, wodurch Dordrecht zur Insel wurde. Der westliche Teil von Zeeuwsch Vlanderen wurde diesmal kaum getroffen. Noord-Beveland dagegen war schwer betroffen. Auch Zuid-Beveland hatte es erwischt.









      August Euler

      * 20. November 1868 in Oelde
      † 21. Juli 1957 in Feldberg (Schwarzwald)


      Deutscher Flugpionier und Staatssekretär im Reichsluftamt.
      Euler war der Sohn von August Reith und Karla Euler. Zu den Vorfahren mütterlicherseits gehört Hans Georg Euler (geboren 1573 in Lindau, seit 1594 Bürger von Basel), zu dessen Nachfahren auch Leonhard Euler zählt.

      Euler wurde nach Besuch der TH Aachen Ingenieur und als technischer Kaufmann Auslandsreisender für Industriewerke, später Automobilkonstrukteur in Dresden und schließlich Direktor der „Peter's Union Pneumatic AG“ in Frankfurt/Main. Das damals in Aufnahme kommende Fahrrad brachte ihm seit 1890 seine ersten sportlichen, technischen und kaufmännischen Erfolge im In- und Ausland. Gleiche sportliche Erfolge auf dem Gebiet des Kraftfahrzeugwesens schlossen sich an.

      Es war kein Wunder, dass Euler sich mit Begeisterung nach den ersten Berichten über durch Motoren angetriebene Flugzeuge diesem neuen Arbeitsfeld zuwandte. Im Oktober 1908 gründete Euler zeitgleich mit Edmund Rumpler die Euler-Flugmaschinenwerke als erste deutsche Fabrik für Motorflugzeuge in Griesheim. Euler pachtete Ende 1908 einen kleinen Teil des Schießplatzes auf dem Truppenübungsplatz Griesheim und schaffte dort Anfang 1909 den ersten Flugplatz Deutschlands; der bekanntere Flugplatz in Berlin-Johannisthal entstand erst im September 1909. Seine fliegerischen Erfolge von 1909, insbesondere auf der Internationalen Luftfahrt-Ausstellung in Frankfurt/Main, bewiesen, dass er auf dem richtigen Wege war.

      Schon 1909 zeigte Euler auf der internationalen Luftfahrtausstellung in Frankfurt vier große Motor- und drei motorlose Gleitflugzeuge, die er auf dem Griesheimer Sand gebaut hatte. Flugversuche werden von einer Sanddüne auf dem Gelände gestartet. 1910 war Euler Absolvent der ersten amtlich vorgeschriebenen, international gültigen Pilotenprüfung in Deutschland. Er erhielt am 1. Februar dafür das Flugzeugführerpatent „Deutschland Nr. 1“.

      1912 verlegte Euler seine Fabrik mit Flugschule und Werkstätten in die Nähe des Frankfurter Stadtteils Niederrad. Im gleichen Jahr baute er den Gelben Hund als Postflugzeug. 1912 wurde auf seine Anregung hin die Nationalflugspende eingerichtet. Auf seine Initiative kam am 10. Juni 1912 der erste amtliche Postflug zwischen Frankfurt am Main und Darmstadt zustande.

      Fabrikbesitzer, Erfinder, Konstrukteur und gleichzeitig auch sein eigener Einflieger, erprobte er als erster seine von ihm konstruierten Flugzeuge, bevor er sie anderen Fliegern überließ. Seine Fliegerschule, die Weltruf besaß, und in der unter anderem auch Prinz Heinrich von Preußen ausgebildet wurde, hat der deutschen Fliegerei eine große Reihe hervorragender Piloten geschenkt. Von 1910 bis 1918 bildete Euler in Griesheim und Frankfurt am Main 75 Flugzeugführer aus.

      Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Euler als Unterstaatssekretär für die Luftfahrt zum Leiter des neugegründeten Reichsluftamtes berufen mit dem Auftrag, für die deutsche zivile Luftfahrt, die nach dem Verbot der militärischen Luftfahrt erhalten bleiben sollte, die neue verkehrsmäßige, rechtliche und technische Grundlage und Entwicklungsmöglichkeit zu schaffen. Mit Eifer widmete sich Euler dieser schweren Aufgabe. E gelang ihm trotz aller Schwierigkeiten, der neuen deutschen Zivilluftfahrt „die Motoren anzuwerfen“. Die ersten deutschen Luftverkehrsunternehmen, an ihrer Spitze die Deutsche Luftreederei, wurden zugelassen, der erste Deutsche Luftverkehr Berlin-Weimar aufgenommen. Er verfasste die erste Luftverkehrsordnung

      In der gleichen Zeit wurde Euler auch die Betreuung des Kraftfahrwesens übertragen und das bisherige Reichsluftamt als Reichsamt für Luft- und Kraftfahrwesen dem Reichsverkehrsministerium eingegliedert. Auch hier auf dem Gebiet des Kraftfahrwesens hat Euler bahnbrechend gewirkt. Nicht leicht wurde es dem Staatssekretär, sich mit den mehr oder weniger unvermeidbaren bürokratischen Bedingungen und behördlichen Bindungen abzufinden. Hierin ist wohl mit der Grund zu suchen, dass er sich 1921 zunächst beurlauben ließ und anschließend seinen Abschied einreichte. Auch glaubte er mit Recht, die ihm seinerzeit gestellten Aufgaben erfüllt zu haben.

      Euler zog sich 1922 auf seinen Besitz auf dem Feldberg im Schwarzwald zurück. Nachkommen: August Hanns Leonhard Euler, Entwicklungsingenieur bei Eurocopter. Hanns Peter Euler, Professor für Soziologie. Euler selbst war der Patenonkel von Karl Ernst August Heinkel, dem Sohn von Ernst Heinkel .








      Ausgabe der ersten Rentenmark-Banknoten
      am 20. November 1923


      der im Oktober 1923 gegründeten Deutschen Rentenbank sowie neuer Rentenpfennig-Münzen. Maßgeblichen Einfluss auf die Einführung der Rentenmark hatten Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht und Reichskanzler Gustav Stresemann .

      Vorgeschichte: Bis 1914 war die Reichsmark durch den Goldstandard bestimmt war (1 Mark = 0.3584 g reinen Goldes). Diese Bestimmung wurde durch das Gesetz über die Änderung des Münzgesetzes vom 4. August 1914 aufgehoben (Aufhebung der Goldbindung der Mark). Seit 1920 war die Geldmenge im Deutschen Reich erheblich gestiegen, was zu einem Verfall des Geldwertes gegenüber dem Ausland wie auch im Inland führte. Die Folge war eine seit Ende 1922 galoppierende Inflation mit täglichen Inflationsraten von zuletzt ca. 10 %.

      Durch die Währungsreform von 1923 wurde die Papiermark, wie sie seit 1914 ohne Goldbindung bestand, quasi ohne Entschädigung ersetzt durch die Rentenmark. Der Wechselkurs zur Papiermark wurde mit 1:1 Billion festgesetzt, und zwar genau am 20. November 1923 per Festlegung durch die Reichsbank, als der Devisenkurs 4,2 Billionen Papiermark = 1 US-Dollar war, was der Vorkriegs-Goldmarkparität zum Golddollar entsprach. Das Kapital der Rentenbank von 3.200 Millionen Rentenmark war zur Hälfte von der Landwirtschaft, und zur anderen Hälfte von Industrie, Gewerbe und Handel einschließlich der Banken gezeichnet. Das Kapital wurde durch in Goldmark ausgedrückte zwangsweise eingetragene Grundschulden auf landwirtschaftliche Grundstücke und zwangsweise eingetragene Schuldverschreibungen von Grundstücken in Industrie, Gewerbe und Handel aufgebracht.

      Am 30. August 1924 wurde die Reichsmark zusätzlich zur Rentenmark eingeführt. Sie galt zur Rentenmark im Verhältnis 1:1. Die Reichsmark hat nicht, wie fälschlicherweise in vielen Fachwerken und Dokumenten angegeben, die Rentenmark ersetzt. Vielmehr konnte weiterhin mit beiden Währungen bezahlt werden. Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Währungen bestand in ihrer unterschiedlich ausgestalteten Deckung. Die Rentenmark wurde durch die sogenannte „Grundschuld“ gestützt: Jeder Unternehmer, Grundstücks- und/oder Hauseigentümer musste sechs Prozent seines Grundeigentums an den Staat übertragen. Die Reichsmark hingegen wurde durch materielle Güter des Staates - wie Kohle oder Gold - wieder auf klassische Art gestützt. Für den praktischen Umgang mit beiden Zahlungsmitteln hatten diese juristischen Unterschiede keine Bedeutung. Mit Einführung der Reichsmark wurde allerdings die Anwendung der Bezeichnung „Rentenmark“ - trotz des Umlaufs beider - in allen amtlichen Dokumenten durch Gesetz verboten.

      Die letzten Rentenmarkscheine zu 1 und 2 Rentenmark, die auf den 30. Januar 1937 datieren, wurden am 5. September 1939 ausgegeben und waren bis zu den Währungsreformen 1948 in allen alliierten Besatzungszonen gültig. Da Rentenmark und Reichsmark vom Namen her praktisch dieselbe Abkürzung „RM“ hatten, bestand auch kein Anlass, die Rentenmark zugunsten der Reichsmark abzuschaffen und die umlaufenden Rentenmark-Banknoten konsequent einzuziehen.

      Folgen: Im Gegensatz zur inflationszerrütteten Papiermark wurde der Rentenmark in der Bevölkerung großes Vertrauen entgegengebracht. Die wichtigste Eigenschaft der Rentenmark war nicht die Tatsache, dass sie (auf eher theoretische Weise) an Grund und Boden gekoppelt war, sondern dass ihr Gesamtvolumen strikt begrenzt war: Rentenmarkscheine wurden im Wert von 2,4 Milliarden Reichsmark (damals 600 Millionen Dollar) ausgegeben, trotz politischen Drucks weigerte sich Reichsbankpräsident Hjalmar Schacht, die Menge nachträglich zu erhöhen. Das Ziel war es, Geld in Deutschland wieder knapp und somit wertvoll zu machen.

      Auf der anderen Seite waren durch die inflationäre Geldentwertung die Lasten des verlorenen Krieges hauptsächlich auf die abhängig Beschäftigten und die Geldvermögensbesitzer umgelegt worden. Ein wesentlicher Teil der Mittelschichten fand sich in Armut wieder. Ihre finanziellen Rücklagen schmolzen in der Inflation bis auf kümmerliche Reste dahin und wurden durch die Einführung der Rentenmark endgültig vernichtet. Die Inflation hat die Weimarer Republik in den Augen vieler diskreditiert. Die gesellschaftliche Mitte, das kleine und mittlere Bürgertum, fühlte sich betrogen. Wachsende Teile der Bevölkerung vermochten in diesem Staat nichts Verteidigenswertes mehr zu erblicken. Es gab auch Inflationsgewinner. So wurden viele Unternehmer und Grundeigentümer in der Inflation faktisch vollständig entschuldet, weil die Sachwerte ihren Wert beibehielten.














      Am 22. November 1942 fand das letzte Länderspiel Deutschlands für auf den Tag genau acht Jahre statt. Man gewann gegen die Slowakei mit 5:2. Noch im selben Jahr wurde Deutschland aus der FIFA ausgeschlossen.

      Der DFB veröffentlichte dazu am Samstag auf seinem offiziellen Twitter-Account: "Heute vor 72 Jahren gewann das DFB-Team in der Slowakei mit 5:2; es war der 100. Sieg der Geschichte." Das Foto entstand im Jahr 1942 in der Partie gegen die Slowakei. Der DFB löschte den Eintrag nach über drei Stunden mit der Entschuldigung: "Für den Tweet zum 100. Länderspielsieg entschuldigen wir uns. Wir haben unseren Fehler korrigiert. Vielen Dank für Eure hilfreichen Hinweise".


      Otto I., der Große
      * 23. November 912 in Wallhausen
      † 7. Mai 973 in Memleben


      Ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches, ab 962 römisch-deutscher Kaiser.

      Otto, Sohn von König Heinrich I. , der kurz nach der Geburt Ottos König des Ostfrankenreiches wurde, und seiner Frau Mathilde. Mit einer vornehmen Slawin zeugte Otto 918 als Sechzehnjähriger den Sohn Wilhelm , der später Erzbischof von Mainz wurde. 1929 heiratete er Edgitha , die Tochter des angelsächsischen Königs Eduard des Älteren .

      Nach dem Tod Heinrichs I. im Juli 936 wurde die Nachfolge seines Sohnes Otto innerhalb weniger Wochen realisiert. Ottos Politik brüskierte gleich zu Beginn seiner Herrschaft mächtige Adlige in Sachsen, Franken, Lothringen und Bayern, die sich bald gegen den Herrscher auflehnten. Vor allem wurde der Anfang seiner Regierungszeit geprägt durch Kämpfe mit seinem Halbbruder Thankmar und seinem jüngeren Bruder Heinrich , die ihre Ansprüche in mehreren Aufstandsbewegungen verteidigen wollten. Ab 938 folgte die Niederschlagung der Aufständischen und eine Neuordnung im Reich durch Besetzung von Schlüsselpositionen mit loyalen Familienangehörigen.

      Das darauf folgende Jahrzehnt (941–951) war durch Ottos unbestrittene königliche Machtausübung bestimmt. Durch die gefestigte Königsherrschaft entwickelten sich auch feste Gewohnheiten der Herrschaftsausübung. Zu erkennen ist dies ab 946 am jährlichen Wechsel von Hoftagen in Aachen und Quedlinburg. Stütze seiner Herrschaft wurde für Otto nun verstärkt auch die Reichskirche. Durch großzügige Ausstattung der Kirche mit Gütern und Hoheitsrechten schuf er die Voraussetzung für den „Reichsdienst” der Bischöfe und Äbte, dem Ausbau der Hofkapelle ließ er besondere Fürsorge angedeihen. Als loyalen Bischof setzte er seinen jüngsten Bruder Brun als Erzbischof von Köln ein. Den 927 geborenen unehelichen Sohn Wilhelm machte Otto zum Erzbischof von Mainz. 937 gründete er das Benediktinerkloster in Magdeburg.

      946 starb nach 17-jähriger Ehe Ottos Frau Edgitha. 953 kam es durch einen Aufstand des ersten Sohnes Liudolf um die Frage der Thronfolge wieder zu schweren Auseinandersetzungen, die rasch um sich griffen, bis nach Sachsen ausstrahlten und erst mit den 954 wieder einsetzenden Ungarneinfällen zum Erliegen kamen.

      951 heiratete Otto die junge Witwe des verstorbenen Königs Lothar II von Italien Adelheid . 955 schlug Otto mit Unterstützung von Bischof Ulrich auf dem Lechfeld bei Augsburg die angreifenden Ungarn vernichtend mit der Kraft der vereinten deutschen Stämme. Im selben Jahr drangen slawische Abodriten in Sachsen ein. Als Reaktion zog Otto mit einem Heer in den Osten, wo er ihnen in der Schlacht an der Recknitz eine Niederlage beibrachte . Mit dem Ende der Kämpfe im Herbst 955 endete auch die unruhige Periode um den Aufstand Liudolfs. Otto war nun unbestritten mächtiger als alle anderen Fürsten in Europa und galt als Retter der Christenheit.

      961 folgte Ottos zweiter Italienfeldzug, weil Papst Johannes XII. gegen den damaligen König von Italien Berengar II. um Schutz nachsuchte. Berengar wurde vertrieben und abgesetzt. Nachdem so die Herrschaft auch in Italien gesichert war, erfolgte 962 die Kaiserkrönung durch Papst Johannes XII. in Rom; im Gegenzug bestätigte Otto Besitzungen und Rechte der römischen Kirche. Die Sicherung der Herrschaft in Italien nahm Otto so in Anspruch, dass er erst 965 nach Deutschland zurückkehrte.

      Nun konnte Otto seine Pläne zur Gründung des Erzbistums Magdeburg weiter verwirklichen und traf Ende Juni 966 eine weitreichende Entscheidung. Nach dem Tod des Markgrafen Gero , der seit 937 die Hauptlast der Kämpfe an der Slawengrenze getragen hatte, entschloss sich der Kaiser, die Sächsische Ostmark in sechs neue Herrschaftsgebilde zu zerlegen. Die drei südlichen deckten sich in etwa mit den Sprengeln der späteren Bistümer Merseburg, Zeitz und Meißen.

      Ein Hilferuf von Papst Johannes XIII. , der sich von den Byzantinern in Süditalien bedroht sah, war Anlass für Ottos dritten Italienzug, der von 966 bis 972 dauerte. Weihnachten 967 ließ er seinen Sohn Otto II. nach byzantinischem Vorbild zum Mitkaiser krönen; als Geste der Aussöhnung mit Byzanz diente auch die Heirat des Thronfolgers mit der byzantinischen Prinzessin Theophanu . Mit Unterstützung von Papst Johannes XIII. gelang Otto die Verwirklichung seines Missionsplans in den unterworfenen slawischen Gebieten. 967 wurde auf einer Synode in Ravenna die Gründung des Erzbistums Magdeburg beschlossen, dem neben Brandenburg an der Havel und Havelberg auch die zur Sicherung der Ostgrenzen errichteten Bistümer Merseburg, Meißen und Zeitz - 1028 nach Naumburg verlegt - zugeordnet wurden. Magdeburg wurde zur Metropole, die auch Rom des Ostens genannt wurde.

      Ottos Ziel war die Schaffung des Heiligen Römischen Reiches. Kolonisation und Mission gingen Hand in Hand. Er belehnte die Bischöfe, die ihn bei dieser Aufgabe unterstützten, mit großen Besitztümern, forderte von ihnen aber auch höhere Abgaben und mehr Soldaten für das kaiserliche Heer als von weltlichen Herzögen. Damit verhalf er der Kirche zu wirtschaftlicher und militärischer Macht und band sie in das Staatsgefüge ein.

      Mit der Rückkehr aus Italien hatte Otto 972 den Höhepunkt seiner Macht erreicht. Das Osterfest 973 in Quedlinburg zeigte den Kaiser auf dem Höhepunkt seiner Macht. In Quedlinburg empfing er Gesandte aus Dänemark, Polen und Ungarn, aber auch aus Byzanz, Unteritalien und Rom, ja selbst aus Spanien. in seiner Pfalz Memleben erkrankte Otto schwer und starb bald darauf.

      Der Übergang der Herrschaft auf seinen Sohn Otto II. erfolgte nahtlos. Der Verstorbene wurde nach einem prunkvollen 30-tägigen Leichenzug an der Seite seiner 946 verstorbenen Frau Edgitha beigesetzt. Wegen der Erneuerung des abendländischen Kaisertums, das fortan mit dem deutschen Königtum verbunden blieb, belegte ihn Bischof Otto von Freising mit dem Beinamen „der Große”.

      Am 22. November 1942 fand das letzte Länderspiel Deutschlands für auf den Tag genau acht Jahre statt. Man gewann gegen die Slowakei mit 5:2. Noch im selben Jahr wurde Deutschland aus der FIFA ausgeschlossen.


      Warum wurde Deutschland von der FIFA ausgeschlossen? Am Zweiten Weltkrieg trägt, wie schon am Ersten, Anglojudäa die Alleinschuld.

      Sehr schön sehen wir wieder, wie sich die Maßnahmen der globalistischen Raub- und Völkermorddemokraten ausschließlich gegen Deutschland richten, selbst wenn es nicht mehr tut, als im Recht auf Notwehr um seine Existenz zu kämpfen.

      Es reicht völlg aus, Anglojudäa bloß im Weg zu stehen, um sich dessen Vernichtungshaß zuzuziehen.


      Carl Benz
      * 25. November 1844 in Mühlburg bei Karlsruhe
      † 4. April 1929 in Ladenburg
      Deutscher Automobilpionier
      Benz wurde als Sohn eines Lokomotivführers und dessen Frau, einer vormaligen Dienstmagd geboren.

      Als er zwei Jahre alt war, starb sein Vater. Nach Abschluss der Schule mit Abitur besuchte er ab 1853 das naturwissenschaftlich orientierte Lyzeum in Karlsruhe. Dem Studium an der Polytechnischen Hochschule in Karlsruhe Von 1860 bis 1864 folgte ein zweijähriges Praktikum. Später verließ er Karlsruhe und erhielt eine Anstellung als Konstrukteur im Fahrzeugbau in Mannheim. Hier gründete er mit einem Partner 1871 eine Eisengießerei für Industriebauteile. Nach kurzer Zeit zerbrach die Zusammenarbeit und Benz konnte mit der finanziellen Hilfe seiner Verlobten Bertha Ringer den Betrieb erhalten. 1872 heiratete er Berta, die ihm zwei Söhne schenkte.

      Benz' Vision war es, ein Fahrzeug zu konstruieren, das aus eigener Kraft und ohne Schienen fahren konnte. Nach langen Jahren Entwicklungsarbeit gelang ihm 1877 der Bau eines 0,9-PS-Gasmotors im 2-Takt-System. Dies Aggregat kam zum Einsatz, da der bis dahin schon existierende Viertaktmotor durch das Patent von Nikolaus August Otto geschützt war. Nachdem der Motor nach weiteren Perfektionierungen die gewünschte Zuverlässigkeit erreicht hatte, gründete Benz 1880 eine Aktiengesellschaft, an der er mit fünf Prozent beteiligt war. Mit dem ihm zur Verfügung stehenden Kapital stand der weiteren Entwicklungsarbeit nichts mehr im Wege, die Benz nun mit der Konstruktion eines 4-PS-Gasmotors beschritt.

      Nachdem es mit Aktionären über die Konstruktion zu Differenzen gekommen war, verließ Benz 1883 die Gesellschaft, um mit neuen Gesellschaftern die "Benz & Cie. Rheinische Gasmotorenfabrik" in Mannheim zu gründen. Hier entwickelte er den mittlerweile patentfreien Otto-Motor weiter. Im Vordergrund der Arbeit stand die Lösung für das Problem, dass die bisherigen Motoren zu schwer für einen Wagen waren. 1885 gelang Benz der Einbau eines liegenden Einzylinder-Viertakt-Benzinmotors mit elektrischer Zündung, Wasserkühlung und Oberflächenvergaser in einen dreirädrigen Holzwagen. Diese Lösung wurde gewählt, da sie eine bessere Lenkung ermögliche. Es war das erste Kraftfahrzeug, bei dem Motor und Fahrgestell eine Einheit bildeten.

      Damit schuf Benz 1885 das erste Automobil. Bereits dieses Fahrzeug von Benz besaß zur gleichmäßigen Kraftübertragung ein Differenzialgetriebe an der Antriebsachse sowie Vollgummireifen. Bertha Benz unternahm am 5. August 1888 mit den Söhnen Eugen und Richard die erste „Fernfahrt“ von Mannheim nach Pforzheim (etwa 104 km), wo sie nach 12 Stunden und 57 Minuten ankam .

      Im selben Jahr baute Wilhelm Maybach in der Werkstatt von Gottlieb Daimler in Stuttgart ein 0,5-PS-Aggregat in einen sogenannten Wilhelm Maybach Reitwagen ein, der heute als das erste Motorrad der Welt angesehen wird. Am 29. Januar 1886 schrieb Benz Industriegeschichte, als er beim Reichspatentamt unter der Nummer 37435 das erste "Automobil" zum Patent anmeldete. In der Öffentlichkeit erntete er jedoch für seine Arbeit Hohn und Spott: "Ein Wagen ohne Pferde". 1888 präsentierte Benz auf der Münchner "Kraft- und Arbeitsmaschinenausstellung" täglich zwei Stunden seinen Motor-Wagen, wobei die Entwicklung von der Presse bejubelt wurde. Das Messekomitee prämierte sein Patent mit der Goldmedaille für die herausragendste Innovation. An der zurückhaltenden öffentlichen Meinung änderte das nichts.

      Nachdem Benz auf Suche nach Annerkennung auch die Pariser Weltausstellung von 1889 besucht hatte, kehrte er zurück und arbeitete weiter an der Konstruktion eines vierrädrigen Motorenwagens. Zu Anfang des Jahres 1893 wurde die Lenkung für den Einbau perfektioniert und im selben Jahr zum Patent angemeldet. Als nun erste Aufträge folgten, arbeitete Benz, der ab 1896 erste Zwei-Zylinder Motoren verwendete, mit seinem Unternehmen gewinnbringend. Als die Produktion weiter gesteigert werden sollte, gründete er 1899 die Benz & Cie. Aktiengesellschaft, wobei ein Drittel der Anteile bei Benz blieben.

      Bereits 1900 konnte Benz über 600 verschiedene Typen-Konstruktionen vom Standart- bis zum Sportwagen zum Verkauf anbieten. Im Alter von 60 Jahren zog sich Benz 1903 aus dem Unternehmen zurück, in dem er jedoch stimmberechtigter Anteilseigner blieb. 1906 gründete er zusammen mit seinen Söhnen Eugen und Richard die Firma 'Carl Benz Söhne' in Ladenburg. 1912 überließ er seinen Söhnen die alleinige Führung. 1926 fusionierte die Benz & Cie. mit der Daimler-Motoren Aktiengesellschaft von Gottlieb Daimler zur Daimler-Benz AG.

      Benz starb am 4. April 1929 in Ladenburg bei Mannheim. Seine Leistung neben der Herstellung des ersten funktionsfähigen Automobils 1885 sind vor allem die Entwicklung des verdichtungslosen Zweitakt-Verbrennungsmotors (1878/79), des später folgenden leichten Viertaktmotors, des Differentialantriebs und anderer Kraftfahrzeugelemente wie Achsschenkellenkung, Zündkerzen, Vergaser, Wasser-Kühlung und Gangschaltung.











      Adolf Abel

      * 27. November 1882 in Paris
      † 3. November 1968 in Bruckberg (Mittelfranken)
      Deutscher Architekt und Hochschullehrer.

      Als Sohn eines Architekten geboren, studierte Abel 1902–1904 an der Technischen Hochschule Stuttgart bei Theodor Fischer und 1904–1905 an der Akademie der Bilden Künste Dresden. Nach einer anschließenden längeren Studienreise durch Norditalien arbeitete er von 1906 bis 1908 in Dresden, zeitweise als Mitarbeiter von Paul Wallot . In den Jahre 1909 bis 1914 hatte er eine Anstellung in zwei Architekturbüros in Stuttgart.

      Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurde er zunächst Assistent am Lehrstuhl von Paul Bonatz an der Technischen Hochschule Stuttgart und erhielt dort 1921 einen eigenen Lehrauftrag, den er bis 1925 ausübte. Zeitgleich arbeitete er auch freiberuflich in Sozietät mit dem Architekten Karl Böhringer in Stuttgart sowie als Leiter der Hochbauabteilung der Neckar-AG.

      1925 ging Abel als Stadtbaudirektor nach Köln und blieb bis 1930 in diesem Amt. Als Nachfolger von Theodor Fischer wurde er 1930 als Professor für Baukunst und Städtebau an die Technische Hochschule München berufen. In den Jahren zwischen 1933 und 1945 arbeitete Abel an städtebaulichen Studien und auch an Privataufträgen. 1946 bis 1949 war er mit Wiederaufbauarbeiten in Baden-Württemberg und München beschäftigt, unter anderem als Mitglied des Wiederaufbaudirektoriums Baden-Württemberg. Von 1930 bis 1952 war Abel Professor für Baukunst und Städtebau an der TH München. Nach seiner Emeritierung kehrte er 1955 nach Stuttgart zurück. Er starb im Alter von fast 86 Jahren in Bruckberg.









      Gründung der nationalsozialistischen Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF)
      am 27. November 1933.

      Die NS-Gemeinschaft „Kraft durch Freude“ (KdF) wurde gegründet, um dem Deutschen Volk Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung anzubieten. Die KdF-Organisation bestand bis 1945. KdF war eine Unterorganisation der Deutschen Arbeitsfront (DAF) . Mit dem Amt für Reisen, Wandern und Urlaub war KdF zugleich der größte Reiseveranstalter.

      Am 14. November 1933 hatte Adolf Hitler die Pläne für ein Freizeitwerk genehmigt. Die offizielle Gründung von KdF fand zwei Wochen später auf einer Sondertagung der Deutschen Arbeitsfront im Beisein von Rudolf Heß und Joseph Goebbels statt. Die Grundidee von KdF beruhte auf Einsichten Robert Leys . Zunächst wurde für jeden Beschäftigten ein gesetzlich festgelegter Mindest-Urlaub von zwei bis drei Wochen pro Jahr eingeführt. Somit kam jedermann in den Genuss von längerer Freizeit. Der Arbeiterschaft war in dieser Freizeit die Möglichkeit zur Erholung zu geben, und zwar nicht durch Trinken und Amüsement, sondern durch sinnvolle Gestaltung der Freizeit. Hitler hatte gefordert: „Ich will, dass dem Arbeiter ein ausreichender Urlaub gewährt wird und dass alles geschieht, um ihm diesen Urlaub sowie seine übrige Freizeit zu einer wahren Erholung werden zu lassen. Ich wünsche das, weil ich ein nervenstarkes Volk will, denn nur allein mit einem Volk, das seine Nerven behält, kann man wahrhaft große Politik machen.“

      Die KdF-Veranstaltungen sollten der Entspannung und der Regeneration dienen, wozu auch die Verbesserung und Verschönerung der Arbeitsplätze mit Kantinen, Sportstätten oder Grünanlagen gehörte. Die Organisation, die allen den Zugang zu bisher nur bürgerlichen Privilegien anbot, diente der Verwirklichung einer klassenlosen Gesellschaft im Sinne der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft.

      Zu den kulturellen Zielen zählte die Stärkung des Heimatgefühls, des Nationalstolzes und des Gemeinschaftsgedankens. Das deutsche Volk sollte in der gemeinsam verbrachten Freizeit zu einer starken Gemeinschaft zusammengeschweißt werden. Man erhoffte sich von KdF auch gesteigertes Ansehen im Ausland. Das deutsche Volk sollte sein neues Selbstbewusstsein nach außen tragen und auf Auslandsreisen sein eigenes Vaterland mit anderen Ländern vergleichen. Die Welt sollte einen Eindruck des sozial-fortschrittlichen, gesunden und friedliebenden Deutschlands gewinnen.

      KdF organisierte Bunte Abende, Gymnastik, Schwimmlehrgänge, Nähkurse, Schachturniere und Konzerte. Auch Erwachsenenbildung wurde angeboten.
      Darüber hinaus initiierte die KdF Dorfverschönerungsaktionen. Ziel war es, das Dorf um seiner selbst willen und als nationalsozialistische Gemeinschaft und damit als Kraftquell für die ganze Nation zu gestalten. Ein wesentliches Instrument dazu war der Wettbewerb um das schönste und vorbildlichste Dorf.

      Die vielfältigen Aktivitäten von KdF boten ein umfangreiches kulturelles und touristisches Freizeitprogramm. Theateraufführungen, Konzerte, Kunstausstellungen oder Vorträge wurden bis 1938 von über 38 Millionen Menschen besucht. In Berlin sollte die "KdF-Stadt" 1936 jedem deutschen Volksgenossen die Teilnahme an den Olympischen Spielen ermöglichen. In den eigens dafür erbauten Häusern in der Nähe des Berliner Olympiastadions wurden günstige Unterkünfte und Verpflegung angeboten.

      Der größte Aktionsbereich von KdF war jedoch die Organisation von Ausflügen und Reisen. Hierzu wurden u. a. die Kreuzfahrtschiffe, 'Dresden' (ab 1934). 'Der Deutsche' (ab 1935), 'Wilhelm Gustloff' (ab 1938) und 'Robert Ley' (ab März 1939) gebaut und eingesetzt. Das hierfür zuständige 'Amt für Reisen, Wandern und Urlaub' erwirtschaftete rund vier Fünftel des Gesamt-Umsatzes. Die Organisation verkaufte bis 1939 mehr als 43 Millionen Reisen, überwiegend Tagesausflüge. Von den sieben Millionen Urlaubsreisen waren 690.000 Hochseefahrten nach Norwegen, Madeira oder Italien. Die Preise lagen zwischen einer und fünf Reichsmark für Kurzreisen und bei 120 Reichsmark für eine Schiffsreise nach Madeira. Ähnlich dem "Reisesparen" war ab 1938 auch der Erwerb des KdF-Wagens von Volkswagen (VW) geregelt. Der Interessent erwarb Woche für Woche Sparmarken, bis die Kaufsumme von 990 Reichsmark erreicht war. Wegen der Entfesselung des Zweiten Weltkrieges kam es jedoch nicht mehr zu einer Auslieferung der Wagen.

      Die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront (DAF), in der ein Großteil der deutschen Arbeitnehmer, Arbeitgeber und Staatsbeamten organisiert war, waren zugleich auch Mitglieder von Kraft durch Freude. Sie bezahlten einen monatlichen Mitgliedsbeitrag von mindestens 0,50 Reichsmark. Die große Mehrheit der KdF-Mitarbeiter arbeitete ehrenamtlich. Das senkte die Personalkosten des Programms. 1937 hatte KdF 106.000 ehrenamtliche und 4.400 hauptamtliche Mitarbeiter. Die Einnahmen der DAF wuchsen von 281 Mio. Reichsmark im Jahre 1933 auf 538 Mio. im Jahr 1939. Der überwiegende Teil waren Mitgliedsbeiträge. Die Erwartungen, KdF würde sich durch die Einnahmen bei den Reisen selbst finanzieren, erfüllten sich nicht ganz.

      Die Gemeinschaft KdF war in mehrere Ämter unterteilt: Das Amt für Urlaub, Reisen und Wandern; das Amt für Schönheit und Würde der Arbeit; das Amt für körperliche Ertüchtigung und Sport; das Amt für geistige Aus- und Fortbildung; das Amt für Kultur; das Amt für Volkstum und Brauchtum; das Jugendamt. Die regionale Gliederung des KdF folgte der politischen Gliederung in 32 Gaue mit 771 Kreisen und 15.051 Ortsgruppen.

      Theater, die dem KdF gehörten oder vom KdF kontrolliert wurden, waren: Berlin: KdF-Theater des Kindes; Märchentheater; Plaza-Theater; Theater am Nollendorfplatz; Theater am Schiffbauerdamm; Theater des Volkes. Breslau:
      Gerhart-Hauptmann-Theater. Dessau: Friedrich-Theater. Hannover: Mellini-Theater: Köln: Apollo-Theater: Königsberg: Ostpreußenhalle. Magdeburg: Kleinkunstbühne. München: Märchentheater; Prinzregententheater. Posen: Metropol-Varieté. Wien: Deutsches Volkstheater; Die Komödie; Raimund-Theater; Volksoper.




      Schlacht bei Leuthen

      5. Dezember 1757.



      Während des Siebenjährigen Krieges schlägt der preußische König Friedrich II. das österreichische Heer unter Führung des Prinzen Karl Alexander von Lothringen .

      Friedrichs Feldzugsplan für 1757 sah vor, den Hauptgegner Österreich in Böhmen schnell zu schlagen, so dass dieser keine Hilfe von Frankreich und Russland bekommen könnte. Nach mehreren Niederlagen befand Friedrich sich im Herbst 1757 in der Defensive. Allerdings hatte er in der Schlacht von Roßbach am 5. November 1757 einen überragenden Sieg über eine französische und eine Reichsexekutionsarmee erringen und diese aus Thüringen vertreiben können. Von dort zog Friedrich nach Böhmen und vereinigte auf dem Weg seine Truppen am 2. Dezember mit den Resten der „Schlesischen Armee“ unter seinem Schwager, Fürst August Wilhelm von Braunschweig-Bevern , die in der Schlacht von Breslau am 22. November vernichtend geschlagen worden war. Friedrichs Ziel war es, durch einen gezielten Vorstoß wieder in den Besitz der strategisch und wirtschaftlich wertvollen Provinz Schlesien, insbesondere deren Hauptstadt Breslau, zu gelangen. Die große Bedeutung dieses Ziels legte er in einer Ansprache an seine Generäle kurz vor der Schlacht im Feldlager in Parchwitz dar. Operativ ging es Friedrich darum, den Truppen Karl Alexanders das Winterquartier in Breslau zu verwehren.

      Bei Leuthen bezogen die Österreicher auf einer Breite von fast neun Kilometern Stellung und ließen die Preußen quer heranrücken. Das Schlachtfeld bestand aus einem offenen, flachen Gelände mit Hügeln im Westen.

      Friedrich ließ den linken Flügel des preußischen Heeres zunächst Scheinangriffe ausführen, worauf Karl Alexander seine Reserven an diese Stelle beorderte. Friedrich ließ darauf seinen rechten Flügel, hinter Hügeln versteckt und von der österreichischen Aufklärung überhaupt nicht wahrgenommen, als Hauptmacht nach Süden abmarschieren. Südlich des linken österreichischen Flügels und südsüdwestlich von Leuthen schwenkte die preußische Armee in die Schiefe Schlachtordnung ein. Der rechte Flügel stellte dabei den stärksten Teil der Armee: Die Kavallerie unter Hans Joachim von Zieten wurde dort eingesetzt, geschützt durch drei Bataillone als Vortreffen und unterstützt durch eine Batterie schwerer zwölfpfündiger Kanonen. Der Großteil der Infanterie bildete den linken Flügel und sollte den österreichischen Gegenangriff abfangen. Mit dieser Formation war es Friedrich gelungen, an einer Stelle des Schlachtfeldes - trotz Unterzahl in der Gesamtheit - die zahlenmäßige Überlegenheit zu gewinnen. Zudem besaß er durch das verdeckte Verschieben seiner Truppen den Vorteil der Überraschung, und den Preußen gelang im weiteren Verlauf das damals noch ungewohnte Manöver eines Stellungswechsels der Artillerie während des Gefechts. Gegen Mittag ließ Friedrich den österreichischen Südflügel angreifen, der bei dem Ort Sagschütz gruppiert war.

      Darstellung der Schlacht von Leuthen (vgl. Abbildungen weiter unten):

      Die Österreicher (rot) haben ihren linken Flügel zum Schutz der Flanke nach hinten umgebogen. Die preußische Armee (blau) geht gegen diese Flanke vor und hat zwischen ihren Treffen an den Seiten Truppen zum eigenen Flankenschutz aufgestellt. Als der Sturm auf den linken Flügel der Österreicher begann, war deren Front durch die Verzettelung im Norden schon dergestalt auseinandergerissen, dass auch die Gegenwehr einiger Kavallerieeinheiten unter General Franz Leopold von Nádasdy dem überraschenden und massierten Vordringen des rechten preußischen Flügels keinen Einhalt gebieten konnte. Die Österreicher wichen bis in den Ort Leuthen zurück, während sie versuchten, eine neue Front gegen den preußischen Angriff aufzubauen. Erst kurz vor der Ortsgrenze konnten sie den schiefen Vorstoß der Preußen in einer Geraden Schlachtordnung abfangen, wurden aber weiter bis in das bebaute Gebiet zurückgedrängt.

      Nach dem Durchbruch des dritten Bataillons Garde unter Hauptmann Wichard von Möllendorff gegen das sich zäh wehrende Regiment fürstbischöflich Würzburger Reichstruppen im Kirchhof von Leuthen wollte der österreichische Kavalleriegeneral Joseph Graf Lucchesi d´Averna die Schlacht wenden, indem er mit rund 70 Schwadronen die vermeintlich ungedeckte linke Flanke der preußischen Infanterie angriff. Diese Attacke nutzte seinerseits der preußische Generalleutnant Driesen, der seinen aus 50 Schwadronen bestehenden linken preußischen Kavallerieflügel bis dahin verdeckt gehalten hatte. Ohne höheren Befehl stieß er um 17 Uhr in die ungedeckte rechte Flanke der österreichischen Kavallerie. Die Schwadronen Lucchesis wurden gegen die eigene Infanterie gedrängt, die im gleichen Moment unter einem preußischen Bajonettangriff stand. Dieser Vorgang führte zur endgültigen Auflösung der österreichischen Schlachtordnung, worauf Lothringen die Schlacht verloren gab und das Feld räumte.

      Beim Rückzug erlitten die Österreicher noch einmal erhebliche Verluste, denn Friedrich hatte scharfe Verfolgung angeordnet. Fürst Moritz von Anhalt-Dessau , der gemeinsam mit Friedrich die Armee geführt hatte, wurde am selben Abend zum Generalfeldmarschall ernannt.













      Vor 100 Jahren: Heinz Sielmann geboren

      Heinz Sielmann war neben Bernhard Grzimek der bedeutendste Tierfilmer im deutschen Fernsehen seit den 60er-Jahren. Fast 30 Jahre servierte Heinz Sielmann im Ersten Deutschen Fernsehen neben seine "Expeditionen ins Tierreich“, drehte Kinofilme wie "Galapagos - Trauminseln im Pazifik“ oder "Herrscher des Urwalds“ und heimste Bundesfilmpreise, die Goldene Kamera und den Silbernen Berlinale-Bären dafür ein. Heute wäre der Pionier des deutschen Tierfilms 100 Jahre alt geworden.

      1965 - die erste Sendung "Expeditionen ins Tierreich" (Tonaufnahme)

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      Heute vor 57 Jahren

      Die bewaffnete Grenzpolizei und Betriebskampfgruppen der DDR riegeln die Grenzen zwischen Ost- und Westberlin sowie zwischen den drei Westsektoren und der DDR ab. Grundlage ist der am Vortage von der DDR-Volkskammer gefasste Beschluss, "eine solche Kontrolle an den Grenzen der DDR einschließlich der Grenze zu den Westsektoren von Großberlin (einzuführen), wie sie an den Grenzen jedes souveränen Staates üblich ist". Der Mauerbau, der drei Tage später beginnt, erfolgt laut DDR-Ministerrat "zur Unterbindung der feindlichen Tätigkeit der revanchistischen und militaristischen Kräfte Westdeutschlands und West-Berlins" und soll an den Grenzen "eine verlässliche und wirksame Kontrolle gewährleisten". In Wahrheit soll damit der Flüchtlingsstrom (2,9 Millionen Menschen seit 1949) aus der DDR und der wirtschaftliche Zusammenbruch verhindert werden. Der "Kalte Krieg" erreicht durch den Mauerbau einen neuen Höhepunkt. Bis zum 9. November 1989 trennt die Mauer die Deutschen. Erstes "Maueropfer" ist am 17. August 1962 der Bauarbeiter Peter Fechter (18).