Homocystein

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      Homocystein ist eine schwefelhaltige Aminosäure, die nicht in den Baustoffwechsel des Körpers einbezogen wird, sondern nur als kurzlebiges Zwischenprodukt im komplexen Methionin-Stoffwechsel entsteht. ähnlich wie Cholesterin schädigt Homocystein die Gefäßwände. Es fördert die Einlagerung von Fetten in die Gefäßwände, so daß sie ihre Elastizität verlieren (Stichwort Gefäßverkalkung) und Symptome wie Gedächtnisschwäche oder Durchblutungsstörungen auftreten können. Die Oxidation von LDL-Cholesterin wird erleichtert. Homocystein steigert die Blutviskosität und aktiviert die Thrombogenese (Entwicklung von Thrombosen) bei gleichzeitiger Störung der Fibrinolyse (Blutgerinnungshemmung und Blutgerinnselauflösung). Homocystein wird normalerweise im Körper umgewandelt und ausgeschieden. Damit dieser Stoffwechsel optimal ablaufen kann, muß das Zwischenprodukt Homocystein zu Cystein abgebaut oder aber zu Methionin remethyliert werden. Beide Reaktionen sind direkt an Vitamine des B-Komplexes gebunden, welche als Koenzyme fungieren. Der Homocysteinspiegel ist aber nicht durch eine Diät oder Abnehmen zu beeinflussen, sondern nur durch die Qualität der Ernährung. Grundsätzlich ist der Homocysteinspiegel altersabhängig und steigt mit dem Alter an. Zur Senkung des Homocysteinspiegel werden täglich ca. 1 mg Folsäure (Vitamin B9) sowie andere B-Vitamine benötigt. Dies entspricht z.B.täglichen Verzehr von ca. 2 Kg Blattgemüse.
      Statisch gesehen haben im Alter von ca. 50 Jahren 50% aller Erwachsenen einen zu hohen Homocysteinspiegel und ca. 90% einen Folsäuremangel. Daraus kann man unschwer entnehmen, das unsere tägliche Nahrung in diesem Bereich nicht ausreicht. Der Mangel an Folsäure ist dabei der häufigste Vitaminmangel in Europa, denn bei der Verarbeitung der Lebensmittel geht insbesondere das Folat sehr leicht verloren. Die Ernährungswissenschaftler empfehlen die Aufnahme von 400 µg Folat täglich, allerdings werden im Mittel hier zu Lande nur 300 µg Folat verzehrt, so dass zumindest bei einem großen Teil der Bevölkerung von einer Fehlversorgung auszugehen ist, was erhöhte Homocysteinwerte zur Folge hat. Das eine klare Beziehung zwischen dem Homocysteinspiegel und dem kardiovaskulären Risiko besteht, belegen nach Professor Dr. Karl-Ludwig Resch aus Bad Elster vielfache Untersuchungen. Demnach steigt bei jeder Erhöhung des Homocysteinspiegels um 0,5 µmol/l die Gefahr für kardiovaskuläre Ereignisse - in erster Linie als Herzinfarkt - um das 2,5-fache und für eine zerebrovaskuläre Komplikation - vorwiegend als Schlaganfall - oder eine arterielle Verschlusskrankheit sogar um das fünffache. Editoral zu Homocystein Metaanalysen der vorliegenden Studien zeigen, daß ein Anstieg des Homocysteins um fünf µmol/l eine von anderen Risikofaktoren unabhängige Steigerung des Risikos für eine koronare Herzerkrankung (KHK) um 32 bis 42 Prozent bedingt. Gleichzeitig steigt die Gefahr einer Beinvenenthrombose um 60 Prozent und in gleicher Größenordnung auch das Schlaganfallrisiko. Andererseits lassen sich durch eine Senkung des Homocysteins auch eindeutig eine Verringerung des Risikos einer KHK, einer tiefen Venenthrombose und eines Schlaganfalls vermitteln. Im kardiologischen Bereich gibt es nach seinen Worten allerdings erste Studien, die auf ein entsprechend präventives Potenzial der Homocysteinsenkung hindeuten: So zeigt eine Untersuchung, dass bei einer Senkung der Aminosäure-Konzentration von 11,1 µmol/l auf 7,2 µmol/l bei Patienten die sich einer Koronarintervention, also einer Bypassoperation oder einer Ballondilatation unterziehen mußten, die Rate erneuter Gefäßverengungen und -verschlüsse nach sechs Monaten um 48 Prozent reduziert wurde. Ein erneuter Eingriff, also eine Revaskularisierung war in dieser Gruppe sogar um 52 Prozent seltener notwendig.
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      Mit welchem Recht verlangt der Lügner, ich solle seine Lügen widerlegen? Bin ich sein Hund? Nein, ich sage die Wahrheit. Soll er doch meine Wahrheit widerlegen! Das kann er nämlich nicht.

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      Risikogruppen:
      1. Frauen in der Menopause
      2. Personen über 45 Jahre
      3. Diabetiker
      4. Personen mit mangelhafter Ernährung
      5. hoher Alkohol- und Kaffeegenussv
      6. regelmäßiger Medikamenteneinnahme
      7. Bluthochdruck
      8. übergewicht
      9. Bewegungsmangel
      10. Stress, negative Erregungen, Hektik
      11. Schwangerschaft
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