AfD im Aufwind

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      Dr. Curio von der AfD widmete gestern im Bundestag seine komplette Redezeit wieder dem Islam. Damit brachte er die versammelte Multikultimannschaft von CDU, SPD, FDP, GRÜNEN und Linken zum ausrasten. Wütendes und gehässiges Gepöbel in seine Richtung war der allgemeine Tenor.

      Bei Curio handelt es sich fraglos um einen der brilliantesten Köpfe der AfD. Was mich bei ihm stört, ist der bedingungslose Einsatz für Demokratie, Grundgesetz und die ominöse Menschenrechtscharta. Das Problem an der ganzen Sache ist nämlich, daß es sich bei diesen Werkzeugen um die Wurzel unserer Probleme handelt, sie sind und waren dafür verantwortlich, das deutsche Volk für die Umvolkung gefügig zu machen, und darüberhinaus zum Volkstod zu animieren. Wer also gegen den völkischen und kulturellen Suizid ist, und dann das Grundgesetz und die freiheitlich-demokratische Grundordnung als Waffe einsetzt, sollte längst erkannt haben, daß diese Waffe nicht geladen ist.

      Ich verstehe, daß sich ein Mann wie Dr. Curio nicht gegen die FDGO und das Grundgesetz stellen kann, seine politische Kaltstellung wäre die sofortige Folge. Die Frage aber bleibt, ob uns wirklich damit gedient ist, wenn er einen Großteil seiner Energie und seines rhetorischen Geschicks in den Kampf gegen die Mohammedaner steckt.

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      Wenn man Curio zuhört, könnte man den Eindruck gewinnen, daß er starken Haß auf den Islam empfindet. Das wäre leider ein konkreter Hinweis auf eine starke Verblendung, unter der beispielsweise auch der Pianist und Lektor Siegfried Gerlich leidet. Dem bleibt nur entgegenzuhalten:


      Dr. Thor von Waldstein schrieb:

      Was ich bei Gerlich vermisse, ist die Benennung des Hauptfeindes, also desjenigen, der dafür die Verantwortung trägt, „daß die Islamisierung in einer kulturell erschütterten und nihilistisch erschöpften Gesellschaft neue einfache Gewissheiten verbreiten könnte“ (Rolf Peter Sieferle, Das Migrationsproblem, Waltrop/Berlin 2017, S.134).

      Und diesen fruchtbaren Boden für die Islamisierung haben nicht die Moslems geschaffen, sondern das von den US-Amerikanern vor knapp 73 Jahren installierte und über mehr als zwei Generationen in (West-) Deutschland in seiner Perfidie kontinuierlich ausziselierte Politsystem des Liberalismus.

      Nicht die nomadische Lebensweise des „Kameltreibers Mohammed“ (G 3.2) oder die „kulturelle Misere des Islam“ (G 1.1), sondern das anything goes des Westens hat bewirkt,

      - daß die Deutschen keine Kinder mehr in die Welt setzen,

      - daß die Deutschen ihre Großväter als Verbrecher anzusehen sich anmaßen,

      - daß der Stolz auf das Eigene und die Achtung vor dem Erbe der Vorfahren zerstört sind,

      - daß die Deutschen sich immer noch von einer verfassungsbrecherischen classe politique regieren lassen, die sie unter Begleitung medialer Rattenfängermelodien dem großen Austausch entgegenführt,

      - daß die Deutschen sich von ihrem höchsten Gericht oktroyieren lassen, ein Volk habe es nie gegeben, wer für dessen Erhalt eintrete, sei „Nazi“,

      - daß die Deutschen militärisch wehrlos sind,

      - daß die Deutschen seit 2015 in einem Land ohne Kontrolle der Grenzen leben,

      - daß nahezu alle öffentlichen Einrichtungen, von den Schulen bis zu den Universitäten, von den Kirchen bis zu den Gerichten, in einer unbeschreiblichen Art und Weise heruntergekommen und unfähig sind, ihren Aufgaben gerecht zu werden.

      Und die Muslims sind auch nicht dafür verantwortlich,

      - daß die Deutschen das verloren haben, was der von Gerlich ebenfalls in Bezug genommene Geschichtsphilosoph Ibn Chaldun als Asabiya bezeichnet hat: das Vermögen, welches Gemeinschaften zusammenhält und sowohl ihre Achse und ihren Lebensnerv als auch die Summe ihrer Lebensenergie darstellt und

      - daß die Deutschen gar nicht mehr zu ahnen scheinen, was man mit kämpferischer Kraft, Opfersinn, Zornmut und Erbitterung des Herzens alles erreichen könnte, wenn man denn nur wollte.

      Wir haben also vor allem ein hausgemachtes Immunschwächeproblem, durch das die Gefahr der Beseitigung des Eigenen durch Fremde heraufbeschworen worden ist. Oder wie Martin Lichtmesz in Fortführung von Arthur Moeller van den Bruck formuliert hat: „Die Völker gehen nicht am Islam, sondern am Liberalismus zugrunde.“

      Tatsächlich besetzen die Migranten nur die Räume, die wir ohne Not freiwillig geräumt haben und weiter räumen. Eine besondere Aggressivität der Landnehmer, etwa in Gestalt einer „Radikalisierung des Islam“ (G 2.3), ist gar nicht von Nöten; die schuldstolze Ursprungsbevölkerung gefällt sich in der Rolle des Hans im Reeducationglück, der am Ende ausschließlich durch eigenes Tun oder Unterlassen alles verliert.