Angepinnt Für Freunde der klassischen Musik.

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      Es war gestern Abend eine große Überraschung, als ich bemerkte, daß Brutus im DF wieder mit Beiträgen glänzt. Und um ehrlich zu sein, wenn das nicht der Fall wäre, hätte ich meinerseits keine Veranlassung gesehen, mich hier nochmals zu beteiligen.

      Daß Swan ebenfalls noch hier schreiben darf, war indes keine surprise, - und schon gar keine schöne - es nährt nur einen Verdacht, den ich schon länger hege.

      Sei es drum, wenn ich schon da bin, kann ich die Gelegenheit auch nutzen, diesem Strang wieder Leben einzuhauchen. Um nicht gleich mit der Tür ins Haus zu fallen, etwa mit einer Interpretation des Badonviller-Marsches, sei zunächst auf die leisen und feinen Töne gesetzt:





      Bei Erik Satie tauchen wir ein in die Welt der Ruhe und Melancholie. Wir treten den Rückzug an, und lassen die demokratische Pest des Irrenhauses BRD ganz weit hinter uns. Technisch gesehen, mag Satie gegenüber Komponisten wie Beethoven und Mozart ein derber Rückschritt gewesen sein. Emotional betrachtet sicher nicht. Französische "Soulmusik" vom Feinsten.

      tOm~! schrieb:

      Daß Swan ebenfalls noch hier schreiben darf, war indes keine surprise, - und schon gar keine schöne - es nährt nur einen Verdacht, den ich schon länger hege.
      Sowas gehört eigentlich in den Strang "Kleinsprech.." - aber für Dich wird sicher eine Ausnahme gemacht :D

      Wie sich die glänzenden Beiträge von Monsieur Brutus vor allem auf formelhafte Wiederholungen von

      allseits bekannten Sätzen beschränkt, so beschränkt sich auch manch "klassische Musik " darauf..

      Ostinato....was für eine Nöltour....


      "Glaube niemals an fremde Hilfe, niemals an Hilfe, die außerhalb unserer eigenen Nation, unseres eigenen Volkes liegt. In uns selbst allein liegt die Zukunft des deutschen Volkes"
      (Adolf Hitler)

      tOm~! schrieb:

      Daß Swan ebenfalls noch hier schreiben darf, war indes keine surprise, - und schon gar keine schöne - es nährt nur einen Verdacht, den ich schon länger hege.
      Die kommt aus der gleichen Ecke wie der Köter Pittbull. Daß Alfred diese beiden Staatsspitzel und Denunzianten nicht längst hochkant hinausgeworfen hat, kann nur heißen, er duldet diese informellen Mitarbeiter der BRD-GESTAPO, weil er fürchtet, andernfalls mit der Staatsmacht Ärger zu bekommen. Könnte auch sein, sie haben ihm zu verstehen gegeben, es sei besser, wenn er sich in diesen Dingen konziliant verhält.
      Von Satie aus wäre es natürlich naheliegend, den Sprung zu Ravel und Debussy zu machen. Stattdessen kracht's gleich, und zwar bei Sibelius und seinem berühmten Violinenkonzert. Ich biete einfach mal zwei Interpretationen zum Vergleich an, der interessierte Hörer soll selbst entscheiden, welche ihm besser behagt.



      Ab 25:55 Min.



      Hier ab 23:15

      Für meinen Geschmack muss in Finalsatz die Kratzbürste ausgepackt werden, das Widerborstige muß durchklingen. Ansonsten bleibt ein fader Beigeschmack, wie bei allem, was mit der USA und Democracy in Einklang steht.


      und ein Moment der Stille



      und der Franzose der zum Amerikaner wurde



      In seinen frühen, prägenden Jahren beeinflussten Varèse vor allem die Musik aus Mittelalter und Renaissance.

      "Glaube niemals an fremde Hilfe, niemals an Hilfe, die außerhalb unserer eigenen Nation, unseres eigenen Volkes liegt. In uns selbst allein liegt die Zukunft des deutschen Volkes"
      (Adolf Hitler)

      "Ich bin ein Gegner jeder Unterdrückung sexueller Bedürfnisse, welchen Schlages sie auch sein mögen. Ich meine, daß auch sado-masochistische Schaulust sich befriedigen darf und soll. Sie steht aber entschieden außerhalb des Geistes absoluter Musik. Das ist mein einziger Einwand gegen Celibidache." - Heinz-Klaus Metzger

      Wie H. K. Metzger die übergroßen Dirigenten Karajan und Böhm beurteilte, lasse ich an dieser Stelle besser unerwähnt. Jedenfalls gab er bei Beethoven-Interpretationen eher unbekannten Dirigenten wie Hans Rosbaud, Hermann Scherchen und Carl Schuricht den Vorzug, außerdem noch James Levine, bevor er von der angloamerikanischen Unterhaltungsindustrie vebraucht wurde.



      Auch hier muss jeder für sich selbst entscheiden, ob das, was Karajan dort aufführte, nur Mätzchen waren, oder ob mehr dahintergesteckt hat.



      tOm~! schrieb:

      Auch hier muss jeder für sich selbst entscheiden, ob das, was Karajan dort aufführte, nur Mätzchen waren, oder ob mehr dahintergesteckt hat.
      Sicher steckt sehr viel mehr dahinter. Wenn einer nur Faxen macht, wird er vom Orchester, erst recht Berliner oder Wiener Philharmonikern abgeschossen.

      Karajan war ein ausgezeichneter Kapellmeister, der mit einem Minimum an Proben maximale Ergebnisse erreichte. Daß diese Ergebnisse vielfach fragwürdig, viel zu marmeladensüß und oberflächenpoliert gewesen sind, steht wieder auf einem anderen Blatt.

      Karajans Falstaff von 1956 ist zurecht legendär. Seine Beethoven-Sinfonien von Anfang der 60er-Jahre sind viel besser als die späteren Einspielungen.

      Bei ihm ist es ein wenig wie mit Maria Callas, die älteren Aufnahmen sind in der Regel besser.

      Ab Anfang der 70er-Jahre gab es mal mehr, mal weniger brauchbare Aufnahmen. Meiner Meinung nach in der Regel weniger brauchbar, aber das kann ja jeder für sich selbst entscheiden.
      Dann wäre da Gustavo Dudamel, den sieht man auch nie mit einer Partitur am Start. Dafür macht er als einen auf Zappelphillip, daß man meinen könnte, er leide an Epilepsie. Der Musiktheoretiker Metzger behauptete, Männer wie Dudamel "dirigieren größtenteils auswendig, um sich den Anblick der Partitur zu ersparen, weil das, was sie treiben, mit den gedruckten Noten überhaupt nicht zu vereinbaren ist."

      Vor einigen Wochen, führte das Sinfonieorchester des Südwestrundfunks die monumentale dritte Sinfonie von Gustav Mahler zum ersten Mal auf. Teodor Currentzis dirigierte das Konzert. Für meinen Geschmack eine denkwürdige Vorstellung. Seine enorme Anspannung, und den großen Respekt vor dem Werk Mahlers, konnte der neue Chefdirigent des SWR Orchesters zu kaum einem Zeitpunkt verbergen:



      [ Edit: Das komplette Konzert wurde leider gelöscht ]

      Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von tOm~! ()

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      "Très lent", das findet man bei Ravel häufiger. Warum bloß? Ist ja nicht unbedingt typisch für instrumentale Musik aus Europa. Selbst ein Adagio von Haydn oder Mozart klingt ja flott, gegen die entschnellten Vertonungen von Ravel. Könnte es sein, daß er den verderblichen Einfluß der aufkommenden industriellen Revolution spürte und er dieser geschäftsmäßigen Hektik etwas entgegensetzen wollte?

      Neu



      Trotz einiger Unebenheiten und schauerlicher Intonation der Posaunen im letzten Satz halte ich diese Aufnahme für vorzüglich.

      Brahms wird endlich einmal männlich, straff, strukturbetont gespielt und nicht wie so oft viel zu lyrisch, weich und vor allem zu langsam.

      Bei Sinopoli weiß man immer, wo man ist, in welchem Satz und welchem Abschnitt. Auch die abschließenden Steigerungen ds 1. und 4. Satzes kommen glänzend heraus, wie man das auch bei Sinopolis Komponisten- und Dirigentenkollegen Richard Strauss erleben kann.

      Neu



      I. Der Held ∙ [1:00]
      II. Des Helden Widersacher ∙ [5:30]
      III. Des Helden Gefährtin ∙ [9:03] IV.
      Des Helden Walstatt ∙ [21:43] V.
      Des Helden Friedenswerke ∙ [30:00] VI.
      Des Helden Weltflucht und Vollendung ∙ [38:00]

      Manfred Honeck ließ nach Strauss' Heldenleben eine orchestrierte Fassung von Schuberts Allerseelen folgen. Es bleibt offen, ob Strauss, der zuvor bereits Tod und Verklärung komponierte, den Rückzug in seine Garmischer Villa gemeint hat oder den ganz großen Abschied vom Leben?

      Des Helden Widersacher karikiert seine Kritiker, etwa den Wiener Juden Eduard Hanslick oder Alfred Einstein.

      Nach seinen Widersachern widmet sich Strauss Ehefrau Pauline und ihrem Hang zu keifendem Zank.

      Strauss'sche Opulenz mit noch etwas mehr orchestralem Luxus. Das ist sinfonischer Hedonismus in Vollendung. Unwiderstehlich wie eine gute Flasche Châteauneuf-du-Pape: