Woran erkennt man, wenn jemand nicht will, dass man etwas versteht

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      Woran erkennt man, wenn jemand nicht will, dass man etwas versteht

      Als Beispiel habe ich hier dieses Mathebuch, das ich seit einigen Monaten durcharbeite. Ich bin jetzt auf Seite 600 und muss noch ungefähr 200 Seiten lesen, dann bin ich mit dem Buch durch. Das behandelt die Schulmathematik einschließlich Mathe Leistungskurs. Und ich nehme als Beispiel wie unpädagogisch, also absichtlich unverständlich, in solchen Büchern formuliert wird, folgenden Abschnitt. Das Thema lautet, was sind Differentialgleichungen.

      Und die Autoren (übrigens Gymnasiallehrer) schreiben dazu unter anderem Folgendes:

      "In vielen Bereichen sind wir auf die Beobachtung angewiesen. Beobachten aber lassen sich keine Funktionen, sondern immer nur einzelne Situationen, die im günstigsten Fall eine Tendenz bzw. einen Zusammenhang zwischen den Werten einer wie auch immer gearteten, aber eben unbekannten Funktion und der Veränderung dieser Funktionswerte erkennen lassen. Da sich Veränderungen (siehe Kapitel 9) mit Hilfe von Ableitungen erfassen lassen, erhalten wir also eine Beziehung zwischen der (den) Ableitung(en) und der Funktion. Diese Beziehung bezeichnet man als Differentialgleichung,..."

      In dem Stil geht es weiter. Das war die Einführung zum Thema Differentialgleichung. Wenn irgendwelche Unklarheiten im Vorfeld bestanden, was eine Differentialgleichung ist, wurden sie mit diesem Geschwurbel mit Sicherheit nicht gelöst. Die Frage ist wie kann sich jemand unabsichtlich so unverständlich äußern?

      Und ich habe noch in einem anderen Buch nachgeschlagen und wenn ich das richtig verstanden habe, ist eine Differentialgleichung eine Gleichung, deren Variable(n), Ableitungsfunktionen sind. Die Frage ist jetzt, wenn dem so ist, also wenn ich das richtig verstanden habe, wieso schreibt der Mann das nicht einfach so hin. Okay, das ist ungewöhnlich, dass eine Variable eine Ableitungsfunktion sein soll und erst mal kann man sich darunter praktisch nichts vorstellen, aber immerhin weiß man dann, um was es geht.

      Und ich meine egal wie intelligent jemand ist. Wenn er das größte Genie ist, das die Welt je hervorgebracht hat, er oder sie kann aus dem Gesülze des Buchautoren, den ich hier oben zitiert habe, nicht schlau werden. Er kann sich nicht mal darunter was vorstellen. Also die Frage ist, wie kann es jemand für sinnvoll halten, ein Thema so zu beginnen? Die einzige logische Antwort darauf lautet, niemand kann das für sinnvoll halten. Es sei denn, seine Absicht ist, dass der Leser verwirrt werden soll und es nicht verstehen soll.

      Weltmafiavollidiot wrote:

      Also die Frage ist, wie kann es jemand für sinnvoll halten, ein Thema so zu beginnen? Die einzige logische Antwort darauf lautet, niemand kann das für sinnvoll halten. Es sei denn, seine Absicht ist, dass der Leser verwirrt werden soll und es nicht verstehen soll.
      Autoren von Fachbüchern setzen eine gewisses Grundwissen voraus. Sie wollen niemanden verwirren, denn dann bekommt ihr Buch schlechte Kritiken.
      Wer geliebt werden will, sollte seine Schwächen oder Mängel korrigieren, und er könnte es eventuell verdienen.
      Nach dem Dumm oder besser sogar Doofkommentar, möchte ich gerne meinen Beitrag, den ich aus einen gewissen Grund geschrieben habe, fortsetzen.

      In dem besagten Buch, das ich immer noch durcharbeite, musste ich das gesamte Kapitel zu Differentialgleichungen überspringen. Bereits die Kapitel zu Integral- und Differentialrechnung waren sehr, sehr dürftig, aber das, was zu Differentialgleichungen gesagt wurde, kann man komplett streichen.

      Das nächste Kapitel war Gruppen, habe ich auch übersprungen, total unwichtig. Selbst wenn das jemand sinnvoll erklären würde, wär es total unwichtig. Die Eingangserklärung des Buches zu Gruppen möchte ich nicht wortwörtlich wiedergeben, weil ich dazu keine Lust habe, aber es ist doch ein längerer Absatz und dieser Absatz endet mit der Erklärung: "Eine Gruppe ist eine Struktur." Gut, das ist mein Arschloch auch, aber ich glaube nicht, dass mein Arschloch eine mathematische Gruppe ist. Na ja wie dem auch sei. Das nächste Kapitel allerdings sind Vektoren.

      Das hatte ich schon mal in der Schule, deshalb ist es, auch wenn ich seit ungefähr 25 Jahren aus der Schule bin und seit dem das Thema nicht mehr hatte, trotzdem schwer mir das nicht verständlich zu erklären. Und es ist für mich interessant, wie dieses Kapitel bis jetzt aufgebaut wurde. Wenn ich ein Buch schreiben würde, dann würde ich erst mal genau zeigen, was ein Vektor eigentlich ist. Und ich würde dann nicht schreiben ein Vektor ist eine Struktur, sondern ich würde das so schreiben, dass der Leser weiß, was ein Vektor ist. Erstaunlicherweise beginnt er oder sie dieses Kapitel genau nicht so. Stattdessen erklärt er mir, dass das Kommutativgesetzt, das Assoziativgesetz usw. gilt. Aber der Leser weiß bis jetzt immer noch nicht, was ein Vektor ist. Es ist irgendwas Unbekanntes, aber bei diesem Unbekannten gelten wohl bestimmte Rechengesetze. Gut. Noch klarer kann es sogar für einen Superidioten nicht sein, dass mir jemand etwas nicht erklären möchte.

      Und ich bin kein Superidiot, sondern ein Supergenie. Gut, kann sein, dass es Leute gibt, die in gewissen Bereichen intelligenter sind als ich, aber wenn man bedenkt, was ich für ein Leben geführt hab und woher ich komme und wie meine Ausbildung verlaufen ist, dann muss man meinen Jetzt-IQ ja potenzieren, wenn man den IQ ermitteln wollte, den ich in Wirklichkeit habe. Das heißt eigentlich sollte ich relativ mühelos alles verstehen können. Ach ja und mein Jetzt-IQ liegt bei 136. Das war ein offizielles Ergebnis eines korrekt durchgeführten IQ-Tests. Das Maximalergebnis wären 140 gewesen. Das heißt übersetzt in Zahlen ausgedrückt, dass ich zu den 1-2% der intelligentesten Menschen meines Alters (weil das geht auch nach Alter) gehöre. Ich hab den Test mit 30 gemacht oder so keine Ahnung, also vor 15 Jahren. Ich wurde aber nie gefördert von irgendwem. Im Gegenteil meine Eltern bemühen sich durch ihr Verhalten mir gegenüber und untereinander mich fertigzumachen. Was ebenfalls sehr merkwürdig ist. Wär ich Vater, wär ich anders, deswegen ist es auch immer schwer für mich zu verstehen wie meine Eltern so sein können. Aber gut beide haben auch gute Eigenschaften und es kann so sein, dass mir beide ihre jeweils guten Eigenschaften vererbt haben.

      Und noch etwas, ich meine Mathelehrer tun immer so als wenn irgendwas super simpel wäre, zum Beispiel irgendein Beweis für eine Berechnung. Es ist aber so, dass Mathematiker teilweise Jahrhunderte gebraucht haben, um etwas zu beweisen. Also es ist nicht so, dass man eben mal so ohne jegliche Vorkenntnisse Beweise sogar zu relativ simplen Themen aus den Ärmeln schütteln könnte. Das hat sehr viel mit Wissen zu tun. Und ich meine das waren keine Freizeitmathematiker, sondern die haben das wissenschaftlich betrieben.

      Und es ist deshalb sehr verwunderlich, wenn ich mir beispielsweise Mathebücher kaufe und da ist beispielsweise der Höhensatz enthalten und der wird aber nicht hergeleitet, also bewiesen. Also ich muss das selbst machen, das kann klappen, hats bei mir auch, aber es kann auch nicht klappen, so oder so ist es unnötig.

      Ich gebe aber Wildschwein insofern REcht, dass alle Dinge etwas mit Wissen zu tun haben. Und meine Aufgabe als Lehrer ist es nun dieses Wissen zu vermitteln, weil niemand, nicht mal der intelligenteste Mensch des Planeten wird mit Wissen geboren. Und ich gebe auch insofern Wildschwein Recht, dass die Autoren in der Regel (nicht immer) aber in diesem Buch in diesen Kapiteln zu 100% ihre Texte nicht für Leute schreiben, die es noch nicht wissen. Aber dann kann ich das nicht als Lehrbuch bezeichnen. Aber selbst dann, also ich weiß was ein Vektor ist im Raum oder in der Ebene, aber selbst mir erschließt sich nicht, was mir der Autor eigentlich sagen will und warum er das Kapitel so beginnt. Und ich weiß das bereits. Wie muss sich jemand fühlen, der vom Wort Vektor noch nie gehört hat?

      Aber wie gesagt mit Hilfe des Internets ist es HEUTE möglich, dass sogar ein Sklave relativ gut wird. Wie gut, hängt immer noch vom Talent, von der Förderung durch die ELTERN (die Schulen fördern nicht, es sei denn Privatschulen) und davon wie viel Arbeit und Zeit jemand investieren will, ab, weil alleine um sich das nötige Informationsmaterial zusammenzusammeln benötigt man sehr viel Zeit. Und das dann noch zu verstehen. Das ist sehr umständlich. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass jemand ohne jegliche Hilfe als Jugendlicher oder als Kind überhaupt das Interesse hat diese Energie aufzubringen. Und das ist auch so gewollt. Wenns hier nach Fähigkeiten gehen würde, wäre Merkel nicht unsere Bundeskanzlerin. Und Wildschwein würde mir auch ungestraft keine Kommentare zusenden dürfen.

      Nee, in dieser Welt werden die Schwachsinnigen und Charakterschwachen gefördert und die Geistesgestörten oder die Sklaven, die unter totaler Kontrolle durch die Hellenen stehen. Alle anderen haben echte Probleme in dieser Welt.

      The post was edited 1 time, last by Weltmafiavollidiot ().

      Weltmafiavollidiot wrote:

      Das nächste Kapitel war Gruppen, habe ich auch übersprungen, total unwichtig. Selbst wenn das jemand sinnvoll erklären würde, wär es total unwichtig.
      Gruppentheorie hat reale Anwendungsfälle, zum Beispiel in der Kryptografie.

      Weltmafiavollidiot wrote:

      Und ich bin kein Superidiot, sondern ein Supergenie.
      Das passt aber nicht zu deinem Benutzernamen. Und wieso weiß dieses Supergenie
      mit dem Begriff der mathematischen Struktur nichts anzufangen?
      Wer geliebt werden will, sollte seine Schwächen oder Mängel korrigieren, und er könnte es eventuell verdienen.