Grundkurs Mathematik Telekolleg - falsche Definitionen

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      Grundkurs Mathematik Telekolleg - falsche Definitionen

      Ich hatte mir unter anderem dieses Buch von Telekolleg gekauft und arbeite unter anderem dieses Buch durch. Leider ist es aber so, dass ich ja bereits hier aufgeführt habe an anderen Stellen, dass Bücher nicht gerade so geschrieben werden, dass der Lernende mühelos neues Wissen erwerben kann, sondern so, dass der Leser verwirrt werden soll oder gar nichts verstehen soll. Was auch beliebt ist, Falschinformationen zu geben.

      Und auch dieses Werk macht hier keinen großen Unterschied. Was mir bis jetzt auch noch aufgefallen ist, dass es falsche Definitionen anbietet. Zum Beispiel behauptet der Autor oder die Autoren, dass ein Bruchterm ein Term wäre, wo eine Variable im Nenner wäre. Was vollkommener Quatsch ist, weil ein Term nichts weiter als ein mathematischer Ausdruck ist. Mit irgendwelchen Variablen hat das überhaupt nichts zu tun. Infolgedessen ist ein Bruchterm einfach nur ein Term in Form eines Bruches. Zu meinem größten Erstaunen verwenden jedoch viele Matheseiten eine ähnliche oder dieselbe falsche Definition wie das Buch von der Telekolleg-Reihe. Diese Falschdefinition scheint also System zu haben und sich einer breiten Informationsfront zu bedienen.

      Fakt ist, dass eine Gleichung mit einer Variablen im Nenner Bruchgleichung heißt. Das ist zwar auch ein Bruchterm, aber ein Term muss keine Variable im Nenner haben, um ein Bruch zu sein, also um ein Bruchterm zu sein. Im nächsten Kapitel wird dann deutlich, dass das Buch nicht nur die Begriffe Term und Gleichung durcheinanderbringt, sondern auch noch den Begriff Term mit dem Begriff Funktion gleichsetzt. Womit die Verwirrung vollkommen wird. Eine Funktion besteht zwar aus mehreren Termen, aber ist doch etwas sehr Spezielles, nämlich Mengen, die über eine Zuordnungsvorschrift miteinander in Relation gesetzt werden. Demzufolge kann man zwar theoretisch alles als Term bezeichnen, aber das wäre inkorrekt und sehr oberflächlich, weil für spezielle Terme, andere Begrifflichkeiten verwendet werden. Das Buch stellt diesen Fakt aber nicht klar, sondern formuliert die Fachbegriffe schlicht falsch. Da über die Telekolleg-Reihen ja Abitur-Niveau erreicht werden soll, ist das für mich schon mehr als sonderbar.
      Ich habe mich jetzt noch mal etwas schlauer gemacht bezüglich des Themas Term und Bruchgleichung sowie Funktion. Es ist erstaunlicherweise so, dass es keine klare Erklärung gibt, was ein Term überhaupt sein soll. Wenn ich statt des offensichtlich künstlich geschaffenen Geheimwortes Term das Wort Bestandteil nehme, wird es zumindest sprachlich auf den ersten Blick ersichtlich, was jemand meint, wenn er von einem Term spricht in der Mathematik. Es ist ein Bestandteil eines Rechenausdrucks. Aber jetzt kommts, wenn der Term eine Unbekannte enthält, kann man schreiben T(x) = x, zum Beispiel. Das heißt es hat die exakt gleiche Form wie eine Funktionsgleichung. Sehr verwirrend.

      Aber das Verwirrendste und Seltsamste ist, dass es tatsächlich so zu sein scheint, dass eine Bruchgleichung nur dann eine Bruchgleichung ist, wenn die Unbekannte im NENNER steht. Und kein Mensch weiß warum. Weil es irgendjemand so sagt, aber es ergibt ja keinen Sinn, ob ich nun 3/x = 15 habe oder x/3 = 15. Das sind beides Brüche, die Lösungsverfahren sind identisch, aber nur wenn die Unbekannte im Nenner steht, spricht man von einer Bruchgleichung. Na ja gut, ergibt wie gesagt 0 Sinn. Aber es ist so. Ich würde auch 3/x = 15 als ne Bruchgleichung bezeichnen. Ich wüsste nicht wie ich die sonst bezeichnen sollte oder warum ich sie anders bezeichnen sollte.

      Aber gut, dieser Nonsens ist sowieso vollkommen irrelevant, aber es ist erstaunlich wie bescheuert diese sog. Definitionen sind und wie man wie ein Geistesgestörter darum bemüht ist, einfache Dinge kompliziert oder unlogisch zu machen. Das ist mit Sicherheit kein Zufall. Ach ja und im Buch Grundkurs Mathematik vom Telekolleg kommt etliche Seiten später das Thema Funktionen, wo das auch noch mal kurz angesprochen wird in einem Nebensatz, dass die Funktion genau so geschrieben wird wie ein Term. Wie dem auch sei. Mit Mathematik hat das erst mal nichts zu tun.