Wie stellt ihr euch eine Demokratie vor.

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      Wie stellt ihr euch eine Demokratie vor.

      Der Politikteil ist ja nicht allen zugängig, deswegen dieser Strang mit Themen, die nicht
      so stark polarisieren sollten.


      Ein Thema was, wie ich meine, jeden interessieren sollte.
      Deswegen habe ich es in den offenen Forenbereich gestellt.

      Wie soll eine echte Demokratie ausschauen?
      So wie die, die wir jetzt haben?
      Völlig anders?
      .... oder nur verbesserungswürdig?
      .... oder absolut super?

      Freue mich auf eure Ansichten, insbesondere von den nicht Freigeschalteten.

      „Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des mißratenen Weibes gegen das wohlgeratene.“ — Friedrich Nietzsche
      Da wüsste ich gar nicht wo ich anfangen soll...ich mach mir mal Gedanken drüber und versuche diese dann kurz zusammengefasst hier zu posten.

      Allerdings würde mich interessieren, was hier in Deutschland so abgeht, wenn wir wie die Schweizer eine direkte Volksabstimmung einführen könnten. Bestes Beispiel war die Abstimmung der Schweizer gegen Masseneinwanderung. Alle rümpfen die Nase und waren empört, aber ich persönlich finde, die haben das komplett richtig entschieden.
      Ich glaube da würden sich bei uns fast alle Politiker verwundert die Augen reiben, was das Volk entscheiden würde, wenn wir die Möglichkeit hätten, direkt zu entscheiden...
      Eine Demokratie in der:

      - Es Blockparteien gibt, die sich nur in Nuancen voneinander abgrenzen.
      - Es dadurch egal ist wen man wählt, da eh koaliert wird.
      - Diese Blockparteien von der Hochfinanz abhängig sind.
      - Volksabstimmungen nicht vorgesehen sind.
      - Einige wenige Massenmedien eine Einheitsmeinung verbreiten.
      - Die Regierenden gegen das Grundgesetz verstoßen dürfen.
      - Eine hohe Korruption herrscht.
      - Minderheitenschutz über Mehrheitenschutz gestellt wird.

      Ist für mich keine richtige Demokratie.

      „Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des mißratenen Weibes gegen das wohlgeratene.“ — Friedrich Nietzsche
      Demokratisch und pluralistisch. Dank der Grünen hat Deutschland eine moderne Demokratie, eine Demokratie mit Vorbildfunktion.

      (Allerdings hat die SPD diese moderne Demokratie zuletzt sabotiert, indem sie sich gleich mehrfalls geweigert hat, den Willen des Volkes, im Sinne einer Mehrheit auf derm linken Seite, umzusetzen; und stattdessen die dreckige Bush-Nutte zur Kanzlerin gemacht hat.
      Das ist Teil des Entwicklungsprozesses - ebenso wie die nicht stattgefundene Denazifizierung/ 1968/ RAF usw ein wichtiger Teil dieses Prozesses war. An jeder funktionierenden Demokratie wird es immer einiges zu kritisieren geben. Früher hat die CDU/ CSU die ganzen alten Nazis aufgenommen, später dann die Verbrecher des DDR-Systems. Keine Partei besteht nur aus guten Menschen.)

      Es gibt gute Gründe, weswegen man die Grundrechte nie außer Kraft setzen darf. Ebenso gibt es viele gute Argumente für eine Demokratie der Parteien (und so gut wie keine dagegen) - weswegen es auch keinen direkt gewählten Präsidenten, keine Volksabstimmungen und kein Mehrheitswahlrecht geben darf.

      Zahlreiche Beispiele aus aller Welt bestätigen ja auch immer wieder, dass die letztgenannten sowohl dem demokratischen Prozess als auch der politischen und wirtschaftlichen Stabilität und Normensicherheit eines Landes schaden. Um bei Alberts Beispiel zu bleiben - einerseits gibt es da die schlechten Erfahrungen mit Volksabstimmungen und Online-Petitionen z.B. in CH und GB; andererseits elementare Logik. Ich hätte auch, um den amerikanischen Begriff zu gebrauchen, gerne ein line item veto für jeden Posten der Staatsausgaben (und, im übertragenen Sinne, für alle Regierungsbeschlüsse) - nur kann das eben nicht funktionieren. So kommt nie ein Haushalt zustande und ebensowenig eine auf Amtszeit stabile Regierung .

      Alfred schrieb:

      Der Politikteil ist ja nicht allen zugängig, deswegen dieser Strang mit Themen, die nicht
      so stark polarisieren sollten.


      Ein Thema was, wie ich meine, jeden interessieren sollte.
      Deswegen habe ich es in den offenen Forenbereich gestellt.

      Wie soll eine echte Demokratie ausschauen?
      So wie die, die wir jetzt haben?
      Völlig anders?
      .... oder nur verbesserungswürdig?
      .... oder absolut super?

      Freue mich auf eure Ansichten, insbesondere von den nicht Freigeschalteten.
      Die Demokratien dieser Welt haben -sagen wir es mal so- unterschiedliche Qualitäten. Die deutsche Demokratie ist deutlich verbesserungsfähig. Unter Demokratie verstehe ich persönlich, dass die Macht vom Volk ausgeht. Dies stimmt in Deutschland leider meistens überhaupt nicht. Hier geht die Macht von den oberen Parteifunktionären und von den Lobbyisten aus.

      Wenn ich mir jetzt nur mal die Wahlen bzw. Wahlversprechen anschaue: Ich darf alle 4 bzw. 5 Jahre wählen, aber ich finde keine Partei, die vom Konzept her in verschiedenen Punkten wie bsp. Wirschafts-, Gesundheits- oder Steuerpolitik mit meinen Auffassungen übereinstimmt. Wenn ich eine Partei wähle fühlt sich das für mich immer wie ein fauler Kompromiss an. Und vor der Wahl versprechen die Parteien einem das Blaue vom Himmel herunter und halten hinterher kaum etwas. Warum gibt es keine Kontrollinstanz, die nach der Wahl entsprechende Messkriterien aufstellt an der die Partei gemessen wird? Wenn ich in einem meiner Projekte tätig bin, habe ich fest definierte Ziele (Messkriterien) an denen das Projektziel gemessen wird.
      Wenn ich mir auch solche Punkte wie Nebentätigkeiten der Abgeordneten oder Diätenerhöhungen anschaue, stellen sich mir die Nackenhaare auf: Da wird von der Politik propagiert, dass Tarifverhandlungen doch maßvoll geführt werden sollen, während sich die Abgeordneten kurz mal in zwei Schritten eine 10% (!) Lohnerhöhung gönnen.
      Dieser Artikel trifft es recht genau, wo wir uns befinden, wenn ich auch nicht in allen Punkten zu 100% mit dem Artikel konform gehe, da viele Dinge tiefgreifender liegen.
      Aber wir haben hier in Deutschland definitiv eine demokratische Schieflage, die meiner persönlichen Meinung nach fast am Kippen ist. Wir hatten eine Diktatur, die sich angeblich zu einer Demokratie gewandelt hat. Für mich fühlt sich das aktuell wie eine "demokratische Diktatur" an, anders kann ich es nicht beschreiben.

      Gelegenheit schrieb:


      Für mich fühlt sich das aktuell wie eine "demokratische Diktatur" an, anders kann ich es nicht beschreiben.



      Du beschreibst dir hiesigen Zustände sehr treffend doch offenbart sich in dieser Formulierung ein kleiner gedanklicher Fehler. Eine Demokratie ist grundsätzlich nicht besser oder schlechter als eine Diktatur, der heutige Zeitgeist betont zwar stets, dass Demokratie die bestmögliche Staatsform sei, und die Diktatur sozusagen das Gegenstück dazu, gemessen an der antiken Staatslehre, ist das aber einfach nur falsch. Der Indikator für eine gute Staatsform ist das Bestreben der Regierung sich für das Gemeinwohl einzusetzen, im Gegensatz zur entarteten Staatsform die dem Eigennutz der Regierenden dient. Das heißt jede Form, also auch die Einzelherrschaft, kann in beide Richtungen funktionieren. Würde man unseren heutigen Staat nach dieser Lehre beschreiben haben wir eine de jure eine Demokratie, de facto aber eine Plutokratie, Herrschaft des Geldes, somit eine entartete Staatsform. Oder anders gesagt, die Voraussetzungen für einen vernünftigen Staat sind da, werden aber nicht umgesetzt.


      „Musik ist höhere Offenbarung als alle Weisheit und Philosophie. Wem sich meine Musik auftut, der muss frei werden von all dem Elend, womit sich die anderen Menschen schleppen.“

      Ludwig van Beethoven
      Mit demokratischer Diktatur wollte ich folgendes aussagen: Es wird uns vorgegaukelt, dass wir an den Entscheidungen der Regierung zum Wohle des Volkes maßgeblich beteiligt sind, was wir aber nicht sind!
      Tatsächlich ist es so, dass wir zwar wählen und uns auf Wahlversprechen verlassen, diese aber nur sehr selten auch tatsächlich eingelöst werden, eher im Gegenteil.
      Die Regierung (der Diktator) wirtschaftet nicht zum Wohle des Volkes sondern zum Wohle der Wirtschaft sowie der eigenen Person. Wir haben letztendlich auf die Entscheidungen keinerlei Einfluss. Wir können zwar bei der nächsten Wahl anders wählen, aber durch ähnliche Parteiprogramme oder Koalitionen werden meistens die eingeschlagenen Wege, den Bürger zu schröpfen und der Wirtschaft und sich selbst die Taschen zu füllen, unbeirrt weiter verfolgt.
      Da gibt es haufenweise Beispiele: Kann mir jemand erklären warum wir immer noch einen Solidaritätszuschlag zahlen und für wen und warum zum Henker ausländische Autofahrer nicht zur Kasse gebeten werden? Weil ich verstehe es nicht!
      Was wir haben nennt sich bekanntlich "repräsentative Demokratie". Das Volk wird durch seine Vertreter regiert, die vom Volk gewählt werden. Mit der durchaus zutreffenden Begründung daß man nicht für jede Entscheidung eine Volksabstimmung durchführen kann was die "direkte Demokratie" unhandlich macht.

      Ob eine "repräsentative Demokratie" funktionieren kann und ob sie das hierzulande tut falls Ja kann man diskutieren.

      Ich glaube daß ab einer gewissen Größe der Bevölkerungseinheit um die es geht eine Demokratie weder machbar noch sinnvoll ist. Das beste Beispiel ist dieses Land. Vielleicht noch 5% der Entscheidungen die irgendwo und irgendwie getroffen werden unterliegen überhaupt noch, und das auch nur sehr indirekt, einer demokratischen Kontrolle (etwa in der Form daß man die Entscheider theoretisch abwählen könnte). Der Rest ist entweder in die EU ausgelagert oder in irgendwelche Behörden, Gremien oder Organisationen.

      Wo aber nicht die Leute mit dem entsprechenden Sachverstand Entscheidungen treffen sondern die Leute die sich in die entsprechenden Positionen geschleimt haben.

      "Der deutsche Soldat hat, getreu seinem Eid, im höchsten Einsatz für sein Volk für immer Unvergeßliches geleistet. Die Heimat hat ihn bis zuletzt mit allen Kräften unter schwersten Opfern unterstützt. Die einmalige Leistung von Front und Heimat wird in einem späteren gerechten Urteil der Geschichte ihre endgültige Würdigung finden. (Letzter Wehrmachtbericht, 9. Mai 1945 um 20:03)"
      Die Enzscheidungen zum Euro und zur Aufnahme in die EU wurde nie vom Volk genehmigt. Das ging auch gar nicht, weil gar keine Partei da war, die dagegen gewesen wäre. Naja, die NPD vielleicht. Aber die ist ja "gesellschaftlich tot". Solange das funktioniert, kann eine Demokratie nicht funktionieren.

      Das liegt aber nicht an der Demokratie, sondern an der grenzenlosen Dummheit des Stimmviehs.

      Deswegen bleibe ich dabei: das Wahlrecht muß man sich verdienen. Nur dann klappt es.
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      Per viam: Nasus Poximus sponsio debitum habet
      Block: Nasenbetrüger
      Ich finde, der größte Nachteil einer Demokratie ist der Einfluss der Masse der Dummen. Sie bilden die Mehrheit, aber sie haben zum Glück politische Ansichten, die stark divergieren. Wäre das nicht so, könnten sie großen Schaden anrichten. Die Gefahr, dass der unterbelichtete Pöbel einen politischen Willen bildet, der sich in eine bestimmte Richtung konzentriert, ist aber immer gegeben. Daher kann eine Demokratie nur längerfristig überleben, wenn sie ständig für sich wirbt, Extremismus verbietet, die Vorteile der Meinungsvielfalt, Rechtsstaatlichkeit und Individualität herauskehrt und den Leuten klar macht, dass ihr angenehmes Leben keine Selbstverständlichkeit ist. Die Dummen vergessen nämlich sehr schnell und fallen leicht auf Rattenfänger rein.

      Pale Dog schrieb:

      ch finde, der größte Nachteil einer Demokratie ist der Einfluss der Masse der Dummen. Sie bilden die Mehrheit, aber sie haben zum Glück politische Ansichten, die stark divergieren. Wäre das nicht so, könnten sie großen Schaden anrichten. Die Gefahr, dass der unterbelichtete Pöbel einen politischen Willen bildet, der sich in eine bestimmte Richtung konzentriert, ist aber immer gegeben. Daher kann eine Demokratie nur längerfristig überleben, wenn sie ständig für sich wirbt, Extremismus verbietet, die Vorteile der Meinungsvielfalt, Rechtsstaatlichkeit und Individualität herauskehrt und den Leuten klar macht, dass ihr angenehmes Leben keine Selbstverständlichkeit ist. Die Dummen vergessen nämlich sehr schnell und fallen leicht auf Rattenfänger rein.


      Das ist meine Meinung. Such Dir gefälligst eine andere 00002667
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      Block: Nasenbetrüger

      Pale Dog schrieb:

      Ich finde, der größte Nachteil einer Demokratie ist der Einfluss der Masse der Dummen.


      Deswegen sollten Stimmen bei Wahlen unterschiedlich bewertet werden.
      Es kann nicht sein, dass die Stimme eines Penners, genau so viel wiegt wie die eines Arztes.

      In Preußen gab es da mal einen gerechteren Ansatz.

      „Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des mißratenen Weibes gegen das wohlgeratene.“ — Friedrich Nietzsche
      Wahlberechtigt war jeder männliche Preuße, der das 24. Lebensjahr vollendet hatte, in einer preußischen Gemeinde seit mindestens sechs Monaten seinen Wohnsitz hatte und der nicht durch rechtskräftiges Urteil die bürgerlichen Rechte verloren hatte oder öffentliche Armenunterstützung erhielt.


      Das ist doch schon mal ein sehr guter Ansatz. Armenunterstützung müßte durch Langzeitarbeitslosigkeit ersetzt werden, dann paßt es wieder.
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      Per viam: Nasus Poximus sponsio debitum habet
      Block: Nasenbetrüger

      Alfred schrieb:

      Um Minderheiten auszugrenzen, sollte auch noch die Ethnie berücksichtigt werden.
      Kein Wahlrecht für Plastedeutsche!

      Ethnie ist ein unsinniges Kriterium. Dummköpfe und Leute die klar denken können gibt es in jeder Ethnie. Ich würde die Ethnie sogar völlig unberücksichtigt lassen und allen Nichtdummen das Wahlrecht zubilligen die z.B. seit mindestens einem Jahr in Deutschland leben.
      Für eine gesunde Volksgemeinschaft ist die Ethnie sehr wichtig.
      Hochkulturen konnten sich nur so entwickeln.
      Volksfremde haben in der Volksgemeinschaft nichts zu suchen, sie genießen allerdings ein
      Gastrecht.

      „Der Feminismus ist nicht der Kampf des Weibes gegen den Mann, sondern der Kampf des mißratenen Weibes gegen das wohlgeratene.“ — Friedrich Nietzsche

      Alfred schrieb:


      Für eine gesunde Volksgemeinschaft ist die Ethnie sehr wichtig.
      Hochkulturen konnten sich nur so entwickeln.
      Volksfremde haben in der Volksgemeinschaft nichts zu suchen, sie genießen allerdings ein
      Gastrecht.

      "Volk" im hausbackenen Sinn aka. "regional gleiche Herkunft der Vorfahren" ist nicht mehr zeitgemäß. Zudem schließt das wieder die Dummköpfe mit ein, die in einem "Volk" bestimmt zu 75% vorhanden sind. Wir definieren Volk auf eine neue Art und nehmen nur die Schlauen, Klugen, Intelligenten, Smarten aller Länder auf. Wir gründen eine Internationale des Intelligenzadels. Leute mit intellektuellen Defiziten werden von diesem Volk ausgeschlossen.

      Pale Dog schrieb:

      Wir definieren Volk auf eine neue Art und nehmen nur die Schlauen, Klugen, Intelligenten, Smarten aller Länder auf. Wir gründen eine Internationale des Intelligenzadels. Leute mit intellektuellen Defiziten werden von diesem Volk ausgeschlossen.


      Und das von Dir?? 00002009

      “Wer die Vergangenheit kontrolliert, kontrolliert die Zukunft. Wer die Gegenwart kontrolliert, kontrolliert die Vergangenheit.” George Orwell, 1984